Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 108
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^=4^> AUSSTELLUNG KÜNSTLERISCHER FRAUENKLEIDUNG

PROMENADEKLEIDER « ENTWORFEN VON ELISABETH WINTERWERBER « AUSGEFÜHRT VON
DEM MÜNCHENER KOSTÜM-ATELIER « NACH PHOTOGRAPHIEN VON F. GRAINER, MÜNCHEN

AUSSTELLUNG DEUTSCHER, KÜNSTLERISCHER FRAUENKLEIDUNG
Veranstaltet von der Wiesbadener Gesellschaft für bildende Kunst

Auf der Wiesbadener Ausstellung für Frauenkleidung
, die vom 1. bis 15. Oktober
stattfand, waren von auswärtigen Künstlern
Peter Behrens, Darmstadt, Alfred Mohrbutter
und Paul ScHULTZE-Naumburg, Berlin
, Elisabeth Winterwerber, München und
von einheimischen Kräften Gabriele Bach
und J. Kossuth vertreten. Die auf diesen
Seiten abgebildeten Kleider von Bach, Mohrbutter
und Winterwerber haben lebhaften
Beifall geerntet, auch mehrere nicht von
Künstlern entworfene Kostüme aus Privatbesitz
wie z. B. das von Frau Lucie Dycker-
hoff (Abb. S. 109) gefielen sehr.

Es wäre, nach meinem Dafürhalten, im
gegenwärtigen Augenblick nicht angezeigt,
über das Einzelne der Ausstellung, die weit
über Wiesbaden hinaus Interesse erregte, eingehend
zu berichten. Für die Kunstzeitschrift
hat nur das Künstlerkleid Bedeutung,
und die übrigen Kostüme kommen allein in
ihren Beziehungen zu künstlerischen Leistungen
in Betracht. Das Künstlerkleid selbst aber
ist in seiner Berechtigung noch heiß umstritten
bis weit hinein in die Kreise verständiger
Kunstfreunde. Sobald etwas Neues auftaucht,
pflegen kluge Leute zu beweisen, daß das No-
vum unmöglich sei. Auch dem Künstlerkleid
ist die Ehre widerfahren, für unkünstlerisch
und in sich unmöglich erklärt zu werden. Ein
Kleid gehöre nicht zum Kunstgewerbe, und
die Beschäftigung mit dem Problem des ästhetisch
wertvollen Kleides sei ernster Begabungen
unwürdig. Wer also von der Berechtigung
des Künstlerkleides durchdrungen und
überzeugt ist, daß ihm Zukunft beschieden

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