Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 372
(PDF, 122 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_08_1903/0388
^=4^> KUNSTREISE NACH ENGLAND

Sanderson & Sons, Knowles & Co. und
Rottmann & Co. zu nennen. Die Tapeten
von Sanderson (Abb. S. 378—80) gehen in
die Märchenreiche. Sie bringen teils Pflanzen-,
teils Tiermotive, immer aber ist irgendwo
ein Winkel aus dem Wunderland da mit
großäugigen Eulen, Feen und allerseltsamsten
Geschöpfen. Die Erzeugnisse von Rottmann
& Co. (Abb. S. 377) sind zarter, schlichter,
die von Knowles & Co. zeichnen sich durch
kräftigere, großzügigere Stilisierungen aus,
gehen mehr auf die japanische Seite als auf
die präraffaelitisch - romantisch - schmachtende
(Abb. S. 380). Die Farbenschemen wechseln
natürlich, so daß jedes Muster in einer Reihe
von Ergänzungsfarben oder auch wechselnd
nach den Motiven der Muster gefertigt wird.
Die Firma Essex hat leichtes Spiel durch
eine große Reihe VoYSEY'scher Muster.

Der Architekt C. F. A. Voysey ist mit Unrecht
in Deutschland so wenig gekannt. Auch
auf dieser unglücklichen Turiner Ausstellung,
in dieser unglücklichen englischen Sektion
traten wieder einige Arbeiten seiner feinen
Hand auf das allerbeste hervor. Dabei aber
täte gerade ein Ingenium, ein harmonisches

story & co. wandbekleidungsstoff und sicheres Talent wie das seine bei uns

können, die nicht an bestimmte Räume gebunden
sind. So wird man unter den Abbildungen
in diesem Hefte einige Interieurs
finden, die überall untergebracht werden
können, die durch die Eigenschaften der einzelnen
Stücke wirken sollen. Die alte Kunst
des cabinet-makers tritt hier wieder mehr
als je in seine Rechte, und hier muß nochmals
der Name Henry's genannt werden; seine
Mahagony-Kästen und -Tische mit den überaus
zarten Intarsien, aus fremdem, gefärbtem Holz
oder auch aus Elfenbein, Perlmutter oder
Metall gehören zu den zierlichsten neu-englischen
Arbeiten. Und mancher Kunsthandwerker
des Kontinentes hat von henry'schen
Möbeln gelernt.

Im Zusammenhange mit den Mietwohnungen
steht auch die immer mehr aufblühende
Tapetenindustrie. Natürlich hat
man auch im eigenen Hause wall-papers und
Friese gebraucht. Allein die Wirkungen holte
man, soweit es die Mittel nur irgend zuließen
, doch lieber aus der Vertäfelung oder
Stoffverkleidung. Zur gemieteten Wohnung
paßt die Tapete, die durch Lithographie,
Maschinendruck oder im besten Falle durch
Handdruck hergestellt wird. Für diese Industrien
sind die Firmen von Essex & Sons,

story & co. wandbekleidungsstoff

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