Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 381
(PDF, 122 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_08_1903/0397
~^=^> KUNSTREISE NACH ENGLAND

Eklektiker-Neigungen hat auch der Architekt
C. J. Harold Cooper. Sein Merkmal
ist Komfort, seine Kunst Geschmack. Er zielt
nicht nach Originalität, sondern nach Behaglichkeit
. Er ist ein Mann für die vornehme
Welt, für elegante Junggesellen, mondaine
Damen (Abb. S. 371).

G. M. Ellwood, von dessen Fähigkeiten
insbesondere der farbige Entwurf für das
Wohnzimmer eines Landhauses Zeugnis ablegt
, gehört zur jüngsten Generation englischer
Architekten. Kenner Baillie Scott-
scher Architekturen werden eine Aehnlich-
keit der Absichten nicht verkennen. Mit
Freude merkt man hier eine Fülle von Farben
und Nuancen, eine Freudigkeit lichter Töne, die
sonst allzuoft trotz aller Textilkunst und ostasiatischer
Einwirkungen in England noch fehlt.
Auch die Skizze für das Künstlerwohnhaus in
Berkshire weicht vom englischen Haustypus
auf originelle Art durch das wenig geneigte,
fast italienisch-flache Dach ab (Abb. S. 356).

Die Bauten von Francis Hooper (Abb.
S. 353—355) halten sich mit ihrer Liebe für
Fachwerk und den eckigen Erkern schon
mehr an die Tradition der letzten 30 Jahre.
Einfach, anmutig und wohnlich — das ist
hier die adäquate Kritik.

Die Buchkunst ist bekanntlich eine althergebrachte
englische Tradition. Gesellschaften
wie die Women Bookbinding Society in Cha-
ring Cross leisten durch ihre praktische auf
ein Feld beschränkte Arbeit mehr für die
künstlerische Kultur eines Landes als tausend
ästhetisierende Vereine und kunstphilosophische
Vorträge. Schon die Tatsache, daß in

A. TURBAYNE

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5 : BÜLLi

A. TURBAYNE

PERGAMENT-EINBAND

England Bücher gebunden, bei uns in den
allermeisten Fällen ungebunden verkauft werden
, beweist unsäglich viel für die Kultur
des Landes. Davon und von der Entwicklung
britischer ornamentaler Buchkunst ist
ja oft gesprochen worden, und es
genügt, in einem Worte darauf
hinzuweisen, wenn man auf die
schönen Arbeiten von Turbayne
aufmerksam machen will, der in
Exlibris von Buchdeckeln schön
den Weg weitergeht, den in steter
Steigerung Morris, Crane und
der geniale Gleeson White gegangen
sind.

Man trittaus dieser Welthinaus,
wenn man an die Betrachtung
einiger Metallarbeiten geht, die
unsere Abbildungen auf Seite 374
bis 376 teils nach Werken von
Benson und Dawson, teils nach
Arbeiten von Schülern der County
Council Central School of Arts
and Crafts bringen. Diese Schule,
von dem Erziehungskollegium

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