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-^^> DER NEUBAU DER AMSTERDAMER BÖRSE <^M?~
H. P. BERLAGE GRUNDRISZ DER NEUEN BÖRSE
a) Effektenbörse; b) Getreidebörse; c) Warenbörse; d) Schifferbörse; e) Notierungssaal; f) Lichthof; g) Restaurant; h) Post;
i) Telegraphenamt; k) Telephonamt; 1) Postfächer; m) Schreibzimmer; n) Durchgang; o) Garderoben
beruhigen wird man sich sehr bald, und Ber- für Post-, Tel
lage's Börse kann noch viele Menschenge- eingeschoben,
schlechter überdauern. Vielleicht
kommen auch solche, die beim Anblick
des eindrucksvollen Glockenturms
in dankbarer Verehrung des
Baumeisters gedenken, wenn kein
Mensch sich mehr an unser Gezänk
und unser Tintengesudel erinnern
kann.
Die Aufgabe war schwierig. Auf
dem zur Verfügung gestellten Terrain
des zugeworfenen Damrak
sollte die neue Börse errichtet
werden. Mittel und Platz waren
beschränkt. Um die drei Haupträume
und die entsprechenden
kleineren Räumlichkeiten unterbringen
zu können, mußte man
jeden Winkel des unregelmäßig
geformten Bauplatzes ausnützen
(Abb. s. oben). Daraus ergab sich die
Disposition der beiden parallelen
Hallen für Effekten- und Getreidebörse
auf das nördliche, breitere
Terrainstück und des großen Saales
der Warenbörse auf die südliche
Hälfte, nach der Haupteingangsseite
zu. So konnten die drei wichtigsten
Räume sämtlich in der Richtung
der Längsachse angelegt werden,
während das östlich übrigbleibende
schräge Grundstück für etliche kleinere
Säle und Zimmer (Garderoben
, Schreibzimmer etc.) bestimmt
wurde. Westlich war die gerade
Flucht durch die Straße bedingt.
Quer durch die Mitte des Ganzen
isteinKomplex von Räumlichkeiten
egraphen- und Telephonbureaux
den der Architekt auch außen
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DER WESTSEITE DER NEUEN BÖRSE
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