Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 11. Band.1905
Seite: 279
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-^s^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^=^

adolf menzel boulevardszene (1870)

Photographieverlag von Gustav Schauer in Berlin

Aehnlichkeit der Züge, daß man vor einem Bildnis
steht! Es war nötig, das Werk auf eine Staffelei zu
stellen, weil es seine ganze Umgebung totschlug.
Thoma und Trübner, der in zwei älteren Selbstporträts
zeigte, daß er schon mit 22 Jahren Werke
schuf, die heute noch zu den reifsten deutschen
Ursprungs gehören, Kalchreuth mit seinem herzbezaubernden
, durch eine höchst persönliche, gedämpfte
und doch kräftige Farbenharmonie ausgezeichneten
Bildnis seiner Gattin (Dresdener Ausstellung
1900), Liebermann, besonders mit seinem
seelisch ebenso feingefühlten wie technisch vollendeten
»Virchow«, Menzel mit zwei Studien — darunter
die des Dr. Puhlmann von unbeschreiblich souveränem
Ausdruck behaglicher, überlegener Ruhe des
Alters und ironischer Lebensweisheit — Stauffer-
Bern mit seinem fast spöttisch lächelnden, in derTech-
nik den Radierer kennzeichnenden »Gustav Freytag«
aus der Nationalgalerie, dann etwa noch Hans Olde

mit dem sprühend lebendigen, aber in der Malerei
etwas schweren »Claus Groth<, Steinhausen's
Pastell seiner Gattin, deren vornehmer Seelenfriede
dem Beschauer unendlich wohltuend sich mitteilt,
das waren wohl die ausschlaggebenden Höhepunkte
der deutschen Abteilung. Zu dem Reifsten und zum
Besten gehörte dann noch Habermann's »Frau
Geheimrat B.<; als führend unter den Jüngeren erschienen
F. Erler, besonders in einem auf Silbergrau
gestimmten Porträt des Fürsten Hatzfeld, dann
in der bekannten »Sängerin am Klavier«, F. Burger,
sicherer vielleicht in der freilich weniger persönlichen
Zeichnung und gleichmäßiger in der Durchführung
wie jener, aber leider ohne dessen stilbildende Kraft
und koloristische Stimmung, C. Bantzer, dessen
»Hessisches Bauernmädchen« trotz aller psychologischen
Feinheit die Trockenheit der Farbe und hie
und da auch der Zeichnung nicht ganz ersetzte.
Ein »Torrero« Linde-Walther's und sein Bild-

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