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-**4s£> DENKMÄLER VERMISCHTES *C^^-
charles frederik ulrich dame in schwarz
IX. Internationale Kunstausstellung in München
jPv ARMSTADT. Die
lebensgroße Statue
eines sitzenden
Buddha, deren Ausführung
der Großherzog
als Erinnerung
an seine große
indische Reise — wie
in dieser Zeitschrift
schon früher gemeldet
- - Prof. Habich
übertragen hatte, ist
nun vollendet und im
Park des Jagdschlosses
Wolfsgarten bei
Darmstadt aufgestellt
worden. Zum erstenmal
ist dabei Oden-
wälder Syenit als
Material für ein künstlerisches
Werk benutzt
. Der harte Stein
ist außerordentlich
schwer zu bearbeiten,
wirkt aber, wie nun
durch Habichs Buddhastatue
bewiesen,
ganz prächtig dekorativ
, -r-
VERMISCHTES
OERLIN. Bei der
Akademie der
Künste werden demnächst
an Reise- und
Rompreisen für 1906
zur Ausschreibung kommen: a) die beiden großen
Staatspreise für preußische Bildhauer und Architekten
in Höhe von je 3300 M., b) der Preis der Dr. Paul
Schultze-Stiftung in Höhe von 3000 M. für Bildhauer
, die ihren Studien auf den Unterrichtsanstalten
der Akademie noch obliegen, und c) die
Preise der beiden Michael Beerschen Stiftungen in
Höhe von je 2250 M. für jüdische Maler aller
Fächer und für Kupferstecher. — Die Stipendiaten
sind zu einjährigen Studienreisen nach Italien verpflichtet
, die Architekten indessen nur dann, wenn
sie es bisher studienhalber noch nicht besucht haben.
Die Stipendiaten der Michael Beerschen Stiftungen
haben sich acht Monate in Rom aufzuhalten. —
Schließlich kommt auch das vorläufige Stipendium
der Blechenschen Stiftung in Höhe von 600 M. zur
Verleihung an einen Landschafter der Berliner
Akademie, der eine kurze Studienreise zu machen
hat. Dieses Stipendium wird in dieser Höhe wohl
zum letzten Male ausgeschrieben werden, da zum
nächsten Fälligkeitstermin im Jahre 1909 zum ersten
Male das Stipendium in der von der Stifterin bestimmten
Höhe von 1500 M. und dann alljährlich
zur Verleihung kommen wird. - Die Bedingungen
für die Zulassung zu den jährlichen Wettbewerben
sind von Mitte September ab bei allen deutschen
Kunstakademien erhältlich. %*
[DÜSSELDORF. Der Kunstverein für die Rheinlande
und Westfalen eröffnet einen Wettbewerb
um die Ausschmückung eines Foyers in dem neuerbauten
Stadttheater zu Barmen und ladet die Düsseldorfer
Künstler zur Einsendung geeigneter Entwürfe
ein. Das Honorar für die Ausschmückung beträgt
20000 M., außerdem sind drei Preise im Gesamtbetrage
von 2000 M.
ausgesetzt. Die näheren
Bedingungen des
Wettbewerbes, sowie
die Aufrisse des
Foyers sind durch die
Geschäftsstelle des
Kunstvereins, Elisabethstraße
Nr. 26,
kostenfrei zu beziehen
. Der Schlußtermin
für die Einliefe-
rung der Entwürfe ist
der 2. Januar 1906.
W/IEN. Die Gesell-
w schaft für vervielfältigende
Kunst
erteilte Ferdinand
Andri's farbiger Originallithographie
in
einer beschränkten
Konkurrenz den Preis
von 3000 Kr., wofür
die Arbeit in Besitz
der Gesellschaft übergeht
, die sie ihren
Mitgliedern als diesjähriges
Prämienblatt
darbieten wird.
O ASEL,
eben
Dem so-
erschiene-
nen 57. Bericht der
Oeffentlichen Kunstsammlung
in Basel
über das Jahr 1904
entnehmen wir folgendes
: Die Gemäldesammlung wurde um 13 Stück
vermehrt, darunter drei Werke von E. Stückelberg
, ein R. Koller etc. Als Deposita erhielt
die Sammlung von der G. Keller-Stiftung und Privaten
weitere fünf Gemälde, darunter Segantini's
»An der Tränke« zugewiesen. Aehnlichen Zuwachs
erfuhr das Kupferstichkabinett und die Bibliothek.
Dem Bericht ist eine Studie »Der Klassizismus in
Basel« von Daniel Burckhardt beigegeben.
L_j[AAG. Das aus der hiesigen Kgl. Gemäldegalerie
*■ *■ gestohlene Werk von Franz Hals wurde von
einem Privaten in Antwerpen erworben, der
von seiner Herkunft nichts wußte, es aber nun
bereits an die Eigentümerin zurückgelangen ließ.
Inzwischen ist man auch des Diebes habhaft geworden
.
"DERLIN. Der Neubau für die Akademie der
Künste am Pariserplatz, dessen baukünstlerische
Leitung dem Architekten des Kaisers, Hofbaurat
Ihne, anvertraut ist, wird gegen Ende nächsten Jahres
fertiggestellt sein. In ihm werden die vornehmsten
Korporationen der Akademie, »akademischer Senat«
und »Genossenschaft der Ordentlichen Mitglieder«
Unterkunft finden. Den von der Akademie statutengemäß
zu veranstaltenden Ausstellungen wird besondere
Fürsorge zugewandt werden. Die Ausstattung
der Ausstellungssäle wird eine besonders
vornehme und, weil auf den Erfahrungen der
Neuzeit beruhend, in Bezug auf die Beleuchtung
etc. äußerst vollkommen sein. — Ein Teil des
bildnerischen Schmukes des alten Akademiegebäudes
Unter den Linden soll auf dem Neubau Verwendung
finden.
* *
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