http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_12_1905/0076
-^ö> PAUL HAUSTEIN <ö^~
SCHLAFZIMMER AUS NUSZBAUMHOLZ « AUSGEFÜHRT VON DER HOFMOBELFABRIK LUDWIG ALTER, DARMSTADT
Handwerker sich für diese sinnfällig schönen
und angenehmen Formen wirklich interessieren
können. Endlich, endlich sollten doch einmal
die großherzigen Bemühungen des Großherzogs
von Hessen auf guten Boden fallen
und in den Kreisen der Fabrikanten und
Handwerker Früchte zeitigen, wie sie in
Krefeld durch die rastlosen und mutigen Bemühungen
des tatenreichen Direktor Deneken
schon gedeihen. Gerade Hausteins ruhige
Formensprache ist eine kräftige Saat, die auf
dem Boden des hessischen Handwerks aufgehen
könnte; nur ein wenig Mut und ein
wenig guter Wille von seiten der Fabrikanten
wäre erforderlich.
Nach Beendigung der Ausstellungsarbeiten
hat die hessische Regierung erfreulicherweise
den jungen Künstler mit einer neuen Aufgabe
betraut. Haustein ist im Herbst dieses Jahres
nach Oberhessen gesandt, um dort das langsam
aussterbende Töpfereigewerbe zu fördern und
neu zu beleben; besonders die alte Marburger
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