http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_12_1905/0169
K. Lange,
Bernhard
Pankok.
Bernhard Pankok in Stuttgart, Ecke des nebenstehenden Flügels und Klavierstuhl. Ausgeführt von der
Pianofortefabrik Schiedmayer in Stuttgart.
Kunst zusammen, nämlich das Streben, sich überall, auch auf kleinem Räume
möglichst energisch und vielseitig auszusprechen. Dieses Streben bemerken wir
schon bei einzelnen seiner Möbel, die jene weitausladenden, lebhaft bewegten Formen
zeigen, deren täglicher Anblick auf die Dauer wahrscheinlich ermüdend wirken
würde. "Wir bemerken es dann an seinen ganzen Ausstattungsensembles, in d'enen
sich nicht selten auf kleinem Räume eine überreiche Fülle interessanter und geistreicher
Motive zusammendrängt. Es tritt uns endlich entgegen an seinen gedruckten
Tapeten und schablonierten Friesen, die zwar in Zeichnung und Farbe märchenhaft
schön sind, aber als Hintergrund für Bilder und Möbel zuweilen etwas zu unruhig
wirken, wie man denn auch an einigen seiner Bilderrahmen aussetzen kann, daß sie
Dekorative Kunst. VIII. 4. Januar 1905.
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