Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 12. Band.1905
Seite: 566
(PDF, 141 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_12_1905/0280
IX. INTERNAT. KUNSTAUSSTELLUNG IM MÜNCHENER GLASPALAST

E. AMAN -JEAN DAME MIT BERN ST EI NH ALS BAND

IX. Internationale Kunstausstellung in München

W. L. Lehmann, W. Balmer, Albert
Welti haben ihre verschiedenartigen,
schönen Arbeiten ebenfalls unter der
Schweizer Flagge ausgestellt. Ihre künstlerische
Heimat freilich ist München.
Auch Max Buri hat in München studiert.
Wie ein später Enkel Böcklins erscheint
Martin Schönberger mitseiner „Frühlingsallegorie
". Emil Anner's „Frühmorgen
" mit seiner blühenden Weite
und Franzoni's flott gemaltes „Tessiner
Dorf" seien aus der großen Zahl guter
Schweizer Bilder besonders herausgehoben
. Frankreich ist numerisch fast
am stärksten vertreten und zeigt auch
an allen Wänden am meisten reife,
sichere Qualität. Aber auch am meisten
kühle, verstandesmäßige Routine. Man
braucht nicht bis zu Bouguereaus
Bonbonnierenkunst herunterzusteigen,
auch Leute wie Eugene Carriere,
Collin,Jules Lefebvre, Picard, Leute,
hinter denen doch ein enormes Können
steht, fangen an, durch das ewige Gleichmaß
ihrer Art gleichgültig zu werden.
Eine schöne Ausnahme machen A. Ph.
Roll, auf dessen Bildern es immer blüht
und duftet wie im Frühling, macht J.E.
Blanche, der geistreiche und fabelhaft
geschickte Porträtist, der in seinem
zusammensetzt, sichert ihm den Ehrenplatz Wesen freilich mehr Engländer als Fran-
im Schweizer Saal. Auch Ferdinand Hodler's zose ist. Der letztere hat wieder zwei weibliche
bekannter „Rückzug
von Marignan" hängt
hier, einer der stärksten
und gesündesten
Anläufe, die der
manchmal doch recht
wunderliche Künstler
nimmt, um einen
neuen Dekorationsstil
zu schaffen. Cuno
Amiet's große und
wirkungsvolle Tafel
„Pracht des Abends"
mit den fünf Schweizer
Mädels zeigt direkt
den Einfluß Hodlers,
und die „Pflüger" von
Eduard Boss tun dies
nicht minder. Mit den
gleichen Mitteln ist
hier der Eindruck
rhythmischer Bewegung
, der monumentale
Zug erreicht.
Hans Beatus Wieland
, Fritz Burger,

ALEXIS AXILETTE

IX. Internationale Kunstausstellung in München

AKT

566


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_12_1905/0280