Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 12. Band.1905
Seite: 310
(PDF, 141 MB)
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^=^> ZWEI NEUE MÜNCHENER WARENHÄUSER <^=^

heinrich düll und georg pezold schluszstein über dem südostlichen ausgang und grund-

riszpläne des kaufhauses oberpollinger in münchen <s « «

Jahrhunderte ein Schaden und eine nie versiegende
Quelle der Streitigkeiten bedeutete:
dieses enge Nebeneinander verschiedener
Stämme und Volksteile, mit verschiedenen
Bedürfnissen, Willensregungen und Temperamenten
, wird nun, nachdem ein starkes Band
des idealen und profanen Interesses alle Teile
zusammenhält, zum Segen.

Unter den Städten, die sich in dieser Weise
eine kleine, aber gut organisierte Selbständigkeit
geschaffen haben oder doch zu schaffen
tätig sind, muß mit größter Achtung Krefeld
genannt werden, um so mehr als die äußeren
Verhältnisse dort nicht günstig liegen. Denn
naturgemäßhaben es die Provinzialstädte
Preußens schwerer, sich selbständig zu behaupten
, als die Residenzen der deutschen

erdgeschosz

Bundesfürsten. Es ist denn auch kein Zufall,
daß es im wesentlichen mehr die an den
preußischen Grenzen, die von Berlin am entferntesten
liegenden Städte sind, die am fruchtbarsten
in unserer Bewegung arbeiten. Peter
Behrens sitzt in Düsseldorf, und in Berlin,
wo eben der Direktorposten der Unterrichtsanstalt
zu vergeben ist, spricht man von einem
Barockarchitekten, der schon vor zwanzig
Jahren antiquiert gewesen wäre. Man läßt
in der Kaiserresidenz die persönlichen Männer,
die starken Willen nicht zu; es ist vielmehr
schon erstaunlich, wenn es einem zielbewußten
Beamten, wie dem Direktor P.Jessen, in jahrzehntelanger
, sich vorsichtig vorwärts tastender
Arbeit gelingt, das notwendige Niveau zu
schaffen und zu halten. Persönlichkeiten sind
aber durchaus notwendig. Ueberall fast in den Städten
ist unsere Bewegung an den Namen eines Organisators
geknüpft, am meisten aber doch wohl in Krefeld. Denn
wenn anderswo immerhin die ausführenden Künstler in
erster Linie in Betracht
kommen, so konnte davon
in dieser arbeitenden
Industriestadt, die
wohl Zeichner-, aber
keine Künstlertraditionen
besitzt, nicht die
Rede sein. Es ist nur
Deneken gewesen, der
Leiter des Kaiser Wilhelm
-Museums, der den
Anstoß gegeben hat,
und wenn der Erfolg
heute so ist, daß Krefeld
mit zu den deut- .....■ —

sehen Städten gerechnet zweites obergeschosz

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