Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 22
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PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN <^p~

FRANKFURT A. M. Der Direktor des Städelschen
*■ Kunstinstitutes, Professor Dr. Ludwig Justi,
scheidet nach nur anderthalbjähriger Wirksamkeit
aus diesem Amte, nachdem er zum Senator und
Ersten ständigen Sekretär der Kgl. Akademie der
bildenden Künste in Berlin ernannt worden ist, an
Stelle von Professor Dr. von Oettingen, der aus
Gesundheitsrücksichten um seine Entlassung nachgesucht
hat. Ueber den hiesigen Nachfolger Professor
Justis ist noch nichts verlautet.

/"GESTORBEN. In Berlin am 20. August,81 Jahre alt,
der Historienmaler Karl Emil Doepler d. ä.,
geboren am 8. März 1824 in Schnepfental, einer der
bedeutendsten Pilotyschüler. Erlebte mehrere Jahre
in New York, kehrte dann nach München zurück,
wurde von da nach Weimar berufen als Kostümzeichner
des Theaters und Lehrer an der Kunstschule
und siedelte endlich nach Berlin über, wo er
nun auch verstorben ist. Er erzählt sein Leben
sehr anschaulich in der Selbstbiographie »75 Jahre
Leben, Schaffen und Streben«. — In La Rochelle am
gleichen Tage der französische Landschaftsmaler
Adolphe W. Bouguereau, 80 Jahre alt, von den
sich noch auf der heurigen IX. internationalen Kunstausstellung
in München ein Bild unter dem Titel
»Frühling« findet. Bouguereau war geboren am
30. November 1825. — Am 22. August in London
der Architekt Alfred Waterhouse, 75 Jahre alt,
einer der populärsten und produktivsten Künstler
Englands. - - In Leiden im Alter von 84 Jahren der
Interieurmaler I. A. B. Stroebel.

franz von len bach halb akt (1903)

ZUM 90. GEBURTSTAG VON

ANDREAS ACHENBACH

am 29. September 1905

Tn der langen Reihe prunkvoller Waren- und Ge-
*■ schäftshäuser, die die Schadowstraße in Düsseldorf
einsäumen, steht ein vornehmes Bürgerhaus,
das sich mit seinen schneeweißen Fenstervorhängen,
der Wageneinfahrt und den Pferdeställen an der
Straßenfront wie ein Ueberbleibsel aus vergangenen
Tagen ausnimmt. Hier wohnt Andreas Achenbach
, der Senior der deutschen Künstler, der am
29. September seinen 90. Geburtstag feiert. Wie
sein Haus dem Drängen des modernen Verkehrs
standgehalten, so hat auch der alte Herr, der heute
noch den Glanz seines Zylinders und die tadellose
Beschaffenheit seiner weißen Gamaschen nicht außer
acht läßt, den Stürmen des Lebens getrotzt, und mit
ihm hat sich seine Kunst eine alle Mode- und Zeitströmungen
überdauernde Wertschätzung erhalten.
Andreas Achenbachs eigentliche Glanzzeit liegt weit
zurück. Vor zehn und zwanzig Jahren hat man auf
Geburtstagsfesten in begeisterten Huldigungen seine
Bedeutung für die deutsche Kunst gefeiert; diesmal
hat sich der greise Künstler allen Festlichkeiten
entzogen und uns bleibt nichts zu tun übrig, als
das zu rekapitulieren, was bei Gelegenheit seines
70. und 80. Geburtstages in dieser Zeitschrift gesagt
worden ist. Verändert hat sich das Bild ohnedies
nicht. Zum Glück! Aber unterstreichen läßt
sich heute die Tatsache, daß Achenbachs Werke

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