Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 228
(PDF, 172 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_13_1906/0290
-*=^> HUGO VON HABERMANN <ö^-

zusammen eine Schule gehabt, die erste Münchener
Privatschule, der später andere folgten
wie Sand am Meer. Die Herren hätten Zulauf
genug bekommen - - übten sie doch ihr Amt
ohne Entgelt. Aber es fehlte gerade damals
an jungen Talenten und so schlief das uneigennützige
Unternehmen wieder ein. Die
Reihe der Habermann-Schüler wird also erst
vom Herbst 1905 an datieren.

GEDANKEN ÜBER KUNST

Der höchste Vorzug eines Bildes ist es, dem Auge

ein Fest zu geben. Ich will damit nicht sagen, daß

der Verstand ausgeschlossen werden soll. Es geht

damit wie mit schönen Versen. Es mag alle Vernunft

der Welt in ihnen stecken, sie sind schlecht, wenn

sie dem Ohre mißfallen. Deiacroix

*

Ein Volk kann von keinem Laster und keiner
Schivachheii ergriffen werden, ohne sie deutlich und
für immer, entweder durch schlechte Kunst oder
durch Mangel an Kunst zu bezeugen, und es gibt
keine nationale Tugend, ob groß oder klein, die sich
nicht in der Kunst offenbarte. Ruskin

Ein Gemälde soll seinen eigenen Wert besitzen
und nicht von dramatischen legendären oder örtlichen
Interessen abhängen. Wie die Musik die Poesie des
Gehörs, so ist die Malerei die Musik des Gesichtes,
und das Thema hat nichts zu tun mit der Harmonie
von Tönen oder Farben. — Die Kunst soll unabhängig
sein von allen Kniffen und Schlichen, sie soll auf
eigenen Füßen stehen und sich an den künstlerischen
Sinn von Auge oder Ohr wenden, ohne dies mit Gefühlen
zu verwechseln, die ihm ganz fremd sind, wie
Frömmigkeit, Mitleid, Liebe, Patriotismus und dergleichen
. Whistler

*

228


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_13_1906/0290