Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 263
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<^£> VERMISCHTES —PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN

paul l. dessar

landschaft

Ausdruck zu geben. Hans Bohrdt ist Berliner und
lebt bei Berlin. h. e. w.

1V/IÜNSTER. Ueber das Ende vorigen Jahres hier
enthüllte Denkmal für O. J. Grimm von Anton
Rüller ist ein Künstlerstreit entstanden; Prof.
Harro Magnussen wirft im »Tag« dem Bildhauer
Rüller vor, die von ihm, Magnussen, zu Lebzeiten
Grimms geschaffene Büste, die sich im Besitz der
Grimmschen Erben befindet, zu einer »versteckten
Kopie« verwandt zu haben. Rüller weist nun im
»Tag« diesen Vorwurf zurück, indem er ausführt,
daß er, von einem Komitee mit der Ausführung
des Grimm-Denkmals betraut, erst drei verschiedene
Skizzen angefertigt und die vom Komitee gewählte
zur Ausführung gebracht habe, ohne vor Anfertigung
der Skizzen sowohl, wie des Denkmals selbst
die Magnussensche Büste gesehen zu haben.

P\ÜSSELDORF. In dem vom Kunstverein für die
Rheinlande und Westfalen veranstalteten Wettbewerb
um die Ausschmückung des Foyers im Stadttheater
zu Barmen ist seitens des Ausschusses der
erste Preis,bestehend in der Uebertragung der Arbeit,
dem Verfasser des mit Kennwort »Isy« bezeichneten
Entwurfs (Maler Rob. Seuffert) zuerkannt worden.
Mit dem zweiten Preis, 1000 M., wurde der mit
Kennwort »Aeschylos und Aristophanes« bezeichnete
Entwurf (Maler Jos. Ad. Lang) ausgezeichnet.
Der dritte Preis, 600 M., wurde dem mit dem Kennwort
»Goethe Iphigenie und Schiller Wallenstein«
bezeichneten Entwurf (Maler Heinr. J. König) und
der vierte Preis, 400 M., dem mit dem Kennwort
»Deutsche Meister« bezeichneten Entwurf (Maler
Anton Hackenbroich) zugesprochen.

PERSONAL- UND

ATELIER-NACHRICHTEN

AJI ÜNCHEN. Fritz v. Uhdes großes Altarbild für
die neue protestantische Kirche in Zwickau ist
nun vollendet und an seinen Bestimmungsort abgegangen
, leider, ohne daß es möglich war, das umfangreiche
und innerlich nicht minder bedeutende Werk
öffentlich in München auszustellen. Dem Bilde
liegt das Wort aus dem Evangelium Mathäi zugrunde:
»Das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes
Licht gesehen, und die da saßen am Ort und
Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.«
Der Künstler ist bei der Konzeption seiner alten
Art treu geblieben, den Gehalt der biblischen Worte
ins allgemein Menschliche zu übersetzen und sein
Werk hat darum an Größe und tiefinniger religiöser
Wirkung nicht verloren. Das Bild umfaßt elf
lebensgroß erscheinende Figuren in der bekannten
halb modernen, halb »zeitlosen« Gewandung, die
Uhde liebt. Wir sehen eine Gruppe ärmlich gekleideter
Menschen, deren Gesichter zum Teil den
Stempel von banger Sorge aufgeprägt tragen, in einem

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