Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 357
(PDF, 172 MB)
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-^ö> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^v-

WILHELM TRÜBNER LIEBESPAAR MIT HUND

Deutsche Jahrhundert-Ausstellung Berlin 1906

hervorgeht, daß Cezanne nicht ohne Einfluß auf
diesen feinen, ihm sonst so unähnlichen Künstler
war. Monet wird durch das >Schlechte Wetter in
Etretat« mit der wild gegen die Klippen stürmenden
See, dem in einem grünen Felsenkessel liegenden
»Dorf Hautille«;, dem über dem sonnenbeglänzten
Meer ragenden »Zollhaus« und einigen Werken aus
dem Themse-Zyklus sehr charakteristisch vertreten.
Die Kollektion Pissarros, in der sich der »Stadtgarten
von Pontoise« und einige andere Bilder aus den siebziger
Jahren befinden, steht freilich an künstlerischer
Bedeutung dagegen kaum zurück. Hans Rosenhagen

CT. PETERSBURG. In der Ausstellung der Neuen
^ Künstlergesellschaft gebührte der erste Platz
B. M. Kustodijew (Familienporträt Poljenow,
Porträt der Mutter des Künstlers, Selbstporträt).
Gut sind ferner: Fr. O. L. Della-Voss Kardows-
kaja (>Stille<, »Nach dem Regen«), E. Deters
(»Blumen<, »Gehöft»), M. Iwanow (Studien), Fr. E.
KRUGLiKOWA(Eauxfortes), Fr. A. Lindemann (Aquarelle
), N. Petrow (Aquarelle, Werke, welche von
großer koloristischer Begabung zeugen), A. Mu-
raschko, D. Kardowski (Porträt des Künstlers
Gausch), N. A. Okolowitsch (»Der erste Schnee<,
»Die Nacht«), N.Fokin (Frühling), J. Fokin (Aquarelle
»Empire«), E. Kisselew, (Porträts). — In den
Ausstellungssälen der Passage wurde kürzlich die
alljährliche Ausstellung der Gesellschaft russischer
Aquarellisten eröffnet. Als erster verdient der talentvolle
R. A. Bergholz genannt zu werden. Von

seinen acht Arbeiten ist das gelungenste »Es regnet«,
einen regnerischen Herbsttag darstellend. Ferner »An
der Schwelle des Winters«, eine Spätherbstlandschaft
von großer Wirkung; »Märchen« ein poetischer
Walddickicht; »Stille« eine allerliebste Kapriansicht.
K. J. Kryshizki stellt mehrere hübsche Nordlandschaften
aus: »Norwegen«, ein in Sonnenlicht
getauchter Fiordgranit, ferner »Zum Frühling« und
»Tauwetter« lassen das Können des Meisters im
vollsten Licht erscheinen. In W. A. Feldmanns
»Nebel in Sinuis« und »Dorf Sinuis« kommt leider
das koloristische Talent des Malers nicht so recht
zur Geltung. Von A. A. Pissemski ist besonders
»Der Regen« zu erwähnen. Nach längerer Pause
ist der begabte Albert Benois wieder auf der
Aquarellausstellung mit interessanten Sachen erschienen
. Mehrere Seestücke stammen von dem
jüngst verstorbenen L. F. Lagorio: »Marmarameer«,
»In Sturm«, »Die Stille« zeigen die beachtenswerte
Künstlerschaft Lagorios. Talent verraten die
Bilder von Lambin, doch steht der Maler zu sehr
unter dem Einfluß Korovins. Frau E. A. Wächter
ist mit guten Bildnissen vertreten, darunter besonders
das Porträt J. W. Jerschows und der kleinen
Fürstinnen Galizyn. a. b.

AACHEN. Der Winterausstellung im Museum,
in welcher unter anderem Hans am Ende,
Fritz von Wille, Hoffmann von Fallersleben
und der Münchener Knirr durch ein technisch
besonderes Bildnis seines Freundes Adolf Krebs

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