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-^=tf> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^-v~
vertreten waren, folgte eine Ausstellung graphischer
Original-Arbeiten englischer, amerikanischer und
deutscher Künstler, von welchen wir besonders die
Arbeiten von Paul Herrmann erwähnen möchten.
Im Februar hatte der Ausstellungsverband Düsseldorfer
Künstler mit Bildern von Clarenbach,
Schnurr, Deusser, Gerhard, Janssen etc. eine
Ausstellung veranstaltet. Aus der gegenwärtigen
Ausstellung erwähnen
wir Bildnisse des
Berliners A. Schlu-
beck, sowie Arbeiten
von Macco, Frenz
und Hans Hermann.
I30NN. Eine Aus-
Stellung nicht nur
von lokaler Bedeutung
, sondern von
Wert für ein weiteres
westdeutsches Publikum
, war die letzte im
Kunstsalon Cohen gezeigte
Kollektion von
Werken der Worps-
weder. Man sah da —
außer einer umfangreichen
Sammlung
von Radierungen —
35 Oelgemälde von
Mackensen, Modersohn
und namentlich
Overbeck;
auch von zwei minder
berühmten Angehörigen
der Gruppe: R.
Hartmann und W.
Scholkmann. Endlich
H. Vogeler
zeigte die ganz besonders
köstlichen Bilder
> Erster Sommer« (bekannt
durch diegleich-
namige Radierung),
»Mein Haus«
■Wie-
karl schuch (1846-1903)
Deutsche Jahrhundert-
derkehr« und das durch alle Reize Vogelerscher
Stilisierungs- und Stimmungskunst ausgezeichnete
große Triptychon »Sommerabend«. Und eine Nachricht
kommt uns, die im Interesse aller rheinischen
Kunstfreunde, aller öffentlichen Kunstpflege überhaupt
, freudig zu begrüßen ist: Die Erben der Sammlung
Wesendonk, Professor Dr. R. von Wesendonk
(Berlin) und Dr. Freiherr von Bissing (München),
haben dieselbe, d. h.
mehr als"200 Gemälde
, darunter namentlich
exquisite Holländer
und Viaamen des
17. Jahrhunderts, und
nur mit Abzug einiger
in Berlin und München
verbleibenden
Hauptstücke, >auf 99
Jahre« in den Besitz
der Stadt Bonn übergehen
lassen, dieser
somit eine Galerie,
wennnichtersten Ranges
, so doch von beachtenswerter
Qualität
, gestiftet. FORTLAGE
D ASEL. Vor einiger
Zeit waren bei uns
die zwei großen Wandbilder
zu sehen, mit
denen Paul Robert
im Ried bei Biel
die Vestibülwände
des Bundesgerichtshauses
in Lausanne
schmücken wird. P.
Robert, der Sohn des
durch seine Darstellungen
von Kircheninterieurs
bekannten
Aurele Robert (1805
bis 1871), hat sich
schon durch seine originellen
, großzügigen,
der erste versuch
Ausstellung Berlin 1906
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