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-s=^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^*~
houette gegen das rötliche Licht wirkt. Sie liest
dem Schwesterchen aus einem Märchenbuche vor.
Mit träumenden Augen lauscht das Kind und sieht
das Märchen in einem Dunstkreis auf dem Tische
lebendig werden: Das Prinzeßchen, das den laufenden
Schneidergesellen erblickt. Man kann sich nicht
leicht etwas Stimmungsvolleres denken als dieses
Bild, nichts besser Beobachtetes als dieses sein
Märchen träumendes Kind. Und trotz der Erzählung
ist das Kunst. Dann ist Zügel mit drei ausgezeichneten
Bildern erschienen, unter denen eine Schafherde
>auf dem Heidemoor« als Meisterleistung anspielen
; der Schweizer Buri seine prächtigen vier
Männer in Braun, die sich >nach dem Begräbnis«
am Wein erlaben. Ganz seiner Bedeutung nach ist
besonders Adolf Hildebrand vertreten, der die
Büsten Hammachers, Kroneckers und Döllingers
ausstellte, die sicher zu seinen glänzendsten Bildnissen
gehören. Jules Lagae läßt außer der Bronzebüste
Schönlebers den interessanten Kopf Arnold
Goffins sehen, Georg Wrba eine große Zahl seiner
Arbeiten, unter denen ein elfenbeinerner »Adam«
durch geschickte archaistische Behandlung, die Büste
des Leipziger Architekten Hugo Licht dagegen durch
amandus faure
hofschauspieler w. f.
Frühjahr-Ausstellung der Münchener Sezession
als baron im »nachtasyl«
gesprochen zu werden verdient. Von Kroyer findet
man außer seiner >Sitzung der wissenschaftlichen
Gesellschaft« aus der Hirschsprung-Sammlung das
aus dem gleichen Besitz entliehene schöne Bild,
das ihn und seine reizende Gattin an einem Sommerabend
am Strande von Skagen lustwandelnd darstellt.
Zuloaga sandte seine drei pikanten >Cousinen«, der
Schwede Tiren den vortrefflichen »Schneehähne
anlockenden Lappenknaben«, der im vergangenen
Jahre im Münchner Glaspalast zu sehen war, der
Amerikaner A. H. Maurer ein paar sehr starkfarbige
originelle Bilder >Bal Bullier« und >Au ve-
stiaire«, in dem mehrere starke Blau gegeneinander-
eine nicht sehr erfreuliche Verquickung von Hilde-
brandscher Formensprache und naturalistischer Ausführlichkeit
auffallen. Auch der Italiener Canonica
mit seinen Panoptikum-Plastiken ist nicht ausgeblieben
. Ed. v. Gebhardt hat in seiner ausgeführten
Skizze »Moses schlägt Wasser aus dem Felsen« den
Rekord des unruhigsten Bildes erreicht. Mackensen
glänzt mit Bildnissen, die nur durch ihre Durchsichtigkeit
und Schwächlichkeit auffallen. Durch einzelne bezeichnende
Werke sind Thoma, Trübner, Kalck-
reuth, Liebermann, Dill, Klinger, Lavery,
v. Hofmann, Leistikow, Khnopff, Claus usw.
vertreten. Mit der modernen Kunst konkurriert in
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