Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 473
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-*=^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^^~

c. a. bermann f r a n z v o n d e f r e g g e r

Sommer-Ausstellung der Münchener Sezession 1906

meinen Ausführungen erübrigt es, die Werke im
einzelnen zu kritisieren; nur einige Namen — und
es sind klangvolle Namen darunter, aus den verschiedensten
deutschen Kunststädten — seien hier
genannt; es waren vertreten Ackermann, Claren-
bach, Otto H. Engel, Hardt, Heinr. Hermanns,
E. Kampf, Liesegang, Schmurr, Sohn-Rethel, Wansleben
, Alberts. Bergmann, Besig, Cissarz, Drey-
dorff, Eschke, Euler, Exter, Hayek, Curt Herrmann,
D. Hitz, L. von Hofmann, Hünten, Illies, Paul
Lang, Langhammer, W. L. Lehmann, Leistikow,
Mohrbutter, Müller-Werlau, Oellers, Oppler, Orlik,
Rohlfs, H. v. Volkmann u. v. a.; mit Werken der
Kleinplastik (Gipsabgüsse waren ausgeschlossen)
Baucke, Bosselt, Hoetger, Lederer, J. Moest u. a.
Die Besucher der Ausstellung sahen sich vor eine
überraschend günstige Kaufgelegenheit gestellt; und
die relativ sehr große Zahl der Ankäufe hat gezeigt
, daß der leitende Gedanke ein richtiger ist,
daß das kunstliebende Publikum die Neuerung
freudig begrüßt. Gerade dem gebildeten Mittelstande
werden auf diese Weise Kunstwerke zugänglich
gemacht, jenen Kreisen also, die den
Künstlern selbst innerlich nahestehen in ihrem Interesse
für geistige und künstlerische Bildung. Was
die »Verkaufs-Ausstellung« lehrt, ist die Einsicht
in die Notwendigkeit, Propaganda zu machen für
die Idee der festen, mäßigen Preishaltung; es wäre
ratsam, wenn auch an anderen Orten ähnliche Ausstellungen
kleineren oder größeren Umfanges von
Museen oder Kunstvereinen veranstaltet würden.

Am wirksamsten könnten sich die großen Künstlervereine
der Sache annehmen; denn von den Künstlern
muß die Reform ausgehen; das Publikum ist
zu indolent, um in solchen Sachen die Initiative zu
ergreifen, wohl aber - - und das hat diese Ausstellung
wieder gezeigt — nimmt es freudig neue Wege
wahr, auf denen sich innigere Fühlung mit der
Kunst gewinnen läßt.

ARNOLD FORTLAGE

VON AUSSTELLUNGEN

UND SAMMLUNGEN

DRÜSSEL. Die XII. Ausstellung der Societe des
Beaux Arts versprach endlich einmal moderne
deutsche Kunst in Belgien bekannt zu machen.
Allein weder Zahl noch Auswahl sind günstig bestimmt
, um den wirklichen Stand der deutschen
Kunst beurteilen zu lassen. Wohl ist Menzel mit
seinem wunderbaren >Garten des Prinzen Albert«
und einem Interieur, BöCKLiN mit einem einfarbig
braunen Kentaur und einem »Eremit« vertreten, die
in keiner Weise die Farbenfreude ahnen lassen, in
der Böcklin triumphierte; von Trübner der wohlbekannte
Christus in der Verkürzung und ein
strammes Männerporträt; von Liebermann die
Spinnerinnen und ein Bild des Amsterdamer Judenviertels
. Daneben ein Metzgerstück von Louis
Corinth, eine anekdorisch veraltete Straßenszene
von Arthur Kampf; ein Leistikow, Branden-

Die Kunst für Alle XXI.

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