Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 528
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_13_1906/0616
-*=^> PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN <^=v-

Als Begas 1848 in Rauchs Werkstätte
eintrat, ging eben das Denkmal
Friedrichs des Großen seiner Vollendung
entgegen, ein Werk, das seiner
Formensprache nach im geraden Gegensatz
zu Begas' Kaiser Wilhelm-
Denkmal steht. In dem Zeiträume
zwischen der Aufstellung des Friedrichs
-Denkmals bis zur Ausführung
des Kaiser Wilhelm-Denkmals, folgt
die deutsche Plastik der Richtung,
in der auch Begas' Entwicklung vor
sich ging. Sie wird daher am besten
gekennzeichnet durch das Schaffen
von Reinhold Begas, vorzüglich durch
Werke wie »Pan tröstet Psyche«,
das Berliner Schiller-Denkmal und
den Schloßbrunnen. Die naturalistisch
-realistisch geartete Plastik
fand in Begas ihren begabtesten Vertreter
. Wir verdanken seiner Kunst eine Reihe ausgezeichneter
Bildnisbüsten, z. B. die Menzel-Büste
in der Berliner Nationalgalerie, die Bismarck- und
Moltke-Büste u. a. Da Begas von äußeren Umständen
und Verhältnissen außerordentlich begünstigt wurde
und ihm alle die großen Aufgaben, die die Plastik
seiner Zeit zu lösen hatte, zufielen, hat er seiner
Umgebung, dem neuen Berlin, den Stempel seines
künstlerischen Schaffens aufgedrückt. a. h.

1V/IÜNCHEN. Am 5. Juli verstarb hier der Bild-
hauer Fritz Christ im Alter von kaum vierzig
Jahren. Schüler der Münchener Kunstakademie unter

BILDHAUER
f 5. Juli

W.v. Rümann, erhielt er eine tüchtige
Ausbildung. Schon als Akademiker
erwarb er sich die erste Auszeichnung
für eine modellierte Aktfigur. Auf den
Münchener Friedhöfen stehen mehrere
prächtige Denkmale aus seiner
Werkstätte. Eigenartiger und künstlerisch
noch wertvoller sind seine
kleinen Statuetten aus Bronze. Gerade
in der Kleinplastik kommt seine
solide tüchtige Arbeitsweise am besten
zum Ausdruck. Auf den jährlichen
Ausstellungen im Glaspalast, bei
denen er lange als Juror beteiligt
war, fanden sich regelmäßig solche
Arbeiten ein. a. h.

/GESTORBEN: In Paris am 5. Juli
der Maler Jules Breton im
Alter von 79 Jahren, am bekanntesten
durch seine Darstellungen aus der Bretagne;
im Luxembourg befinden sich zwei seiner frühen
Hauptwerke, »Die Aehrenleserinnen< (1859) und
»Die Segnung des Feldes« (1857); diese und seine
später entstandenen Bilder wie z. B. der »Feierabend
« (Abbildung s. »K. f. A.<, Jahrg. XVI, S. 45)
weisen ihm unter den französischen Landschaftern
der letzten hundert Jahre einen hervorragenden Platz
an. — Am 1. Juli in Obergorbitz bei Dresden der
Porträtmaler Bernhard Wagner im Alter von
73 Jahren; in Düsseldorf im Alter von 55 Jahren
der Maler Franz Thöne; in Wien am 3. Juli der
Bühnenmaler Franz Gaul.

F. CHRIST
1906

ERICH ERLER-SAMADEN H O C H L A N D S J Ä G E R

Ausstellung der „Scholle", Glaspalast 1906

Redaktionsschluß: 19. Juli 1906 Ausgabe: 2. August 1906

Für die Redaktion verantwortlich: F. Schwartz
Verlagsanstalt F. Bruckmann A -G. — Druck von Alphons Bruckmann. — Sämtlich in München


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