Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 529
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ANSELM FEUERBACH

SKIZZE ZUR FLUCHT DER MEDEA(1S67)

ANSELM FEUERBACH

Von Prof. Dr. Ed. Heyck

Feuerbachs Tag kommt spät, er konnte
überhaupt nur spät kommen. Vielleicht
ist es auch jetzt nur erst die helle Dämmerung
vor dem Tage. Aber kommen mußte
und muß dieser Tag, nach dem Gesetz,
welches in seiner
geläufigsten Fassung
vollwichtig lautet: das
Echte bleibt der Nachwelt
unverloren, und
welches letzten Endes
kein anderes als das
in der Erhaltung und
Fortbildung der Kultur
überhaupt sich betätigende
ist.

Meier-Gräfes dreibändige
Essaysammlung
zur modernen
Kunstentwicklung und
dann die Berlinerjahrhundertausstellung
haben wieder einmal
als starke Hinweise
auf Feuerbach gewirkt.
Die Ausstellung in der
Nationalgalerie war
geradezu eine Feuerbachausstellung
, sogar
nicht ganz gerecht in
Niederhaltung anderer
. Sie gipfelte in

dem außerordentlich reichhaltig und auch gut
veranschaulichten Feuerbach und in Leibi,
was sie auch getan hätte, wenn Böcklin anders
, wenn er nicht
seine Freunde, wie

ANSELM FEUERBACH SELBSTBILDNIS (1852)

ebenso interessant für
minder günstig — von
einigen Stücken abgesehen
- - für das Publikum
vertreten gewesen
wäre. Und von
den beiden Gipfeln
Feuerbach und Leibi
sahen und behielten
sich die Besucher
hauptsächlich Feuerbach
.

Von einem Entdecken
Feuerbachs
kann aber keine Rede
sein. Auch im gebildeten
Publikum besaßen
viele ihn längst,
und die Galeriedirektoren
haben sich seit
1880, einige schon bei
seinen Lebzeiten, eifrig
um ihn bemüht.
Ferner kannte man ihn
doch eigentlich immer
schon in Süddeutschland
, das ja auch Gottfried
Keller sich viel
eher als Norddeutsch-

Die Kunst für Alle XXI. 23. I# September 1906.

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