Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 570
(PDF, 172 MB)
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-^^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN

wilhelm schreuer rheinufer

Deutsche Kunstausstellung Köln 1906

sehen Arbeiten überhaupt zu keiner ungetrübten
Freude, weil man, durch das eine Blatt aus früherer
Zeit ergötzt, durch das nächste zum Bedauern veranlaßt
wird, daß Fidus sich »dahin« entwickelt hat,
nach der unerfreulichsten Seite, indem er seinen
Stift und seinen Pinsel immer mehr in den Dienst
seiner reformatorischen Weltanschauung stellt. Seine
früher so wundervoll empfundenen Figuren sind
jetzt nur noch fade Schemen. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit
ist eine Zeichnung: >An der
Maschine«. Das ist eine Arbeit, die nicht höher
steht, als ein Entwurf aus dem Atelier einer Klischeefabrik
. Aber es sind unter den zahlreichen Zeichnungen
auch einzelne sehr schöne und wertvolle
Blätter. Fidus hätte das Zeug dazu, eine ganz
eigenartige Persönlichkeit in der Kunstwelt darzustellen
. — Mit einzelnen Werken sind in diesem
Salon noch vertreten: G. CAiRATi-München mit
Landschaften von Münchens Umgebung und Modena ;
H. R. von VoLKMANN-Karlsruhe mit Landschaften;
Ludw. Dettmann - Königsberg; Aug. Dieffen-
BACHER-München; Siegfr. berndt-Dresden mit
Gemälden und Holzschnitten; Max FREY-Frank-
furt a. M.; Fr. Müller-Münster-Berlin und F.
Leeke - München mit Kitschbildern schlimmster
Sorte (gemalte Illustrationen aus dem >Fliegenden
Holländer*). Bei Del Vechio haben zwei schlesische

Landschaftsmaler ausgestellt, C. E. Morgenstern
und Paul Weimann. Die Bilder Morgensterns sind
zum größten Teil Motive aus dem Riesengebirge,
groß gesehen und schlicht und einfach in der Farbe.
Weimann hat in der Hauptsache Winterbilder gebracht
, noch etwas unsicher in der farbigen Behandlung
, aber nicht uninteressant. Im graphischen
Kabinett sind die zwölf Tänze von L. von Hofmann
vorgeführt und eine Reihe der unvermeidlichen
französischen farbigen Originalradierungen. — Zum
Schluß möchte ich noch etwas erwähnen. Im
Oberlichtsaal des letztgenannten Salons steht eine
Marmorfigur, Undine darstellend, von Rob. Cauer;
auf dem Schilde unten ist zu lesen: Gelegenheitskauf
, früher 7000 M., jetzt 3500 M.« Wäre es nicht
besser, wenn ein Kunstsalon eine solche wenig
vornehme Art der Anpreisung den Modewarenhäusern
überließe? rgm.

DREMEN. Für die Kunsthalle wurden von der
Vereinigung von Freunden der Kunsthalle drei
Bronzen: »Tänzerin« von G. Roemer, »Kentaur«
von A. Bermann und »Sitzende Mädchen« von
Aristide Maillol erworben.

PvRESDEN. Im Kunstsalon E. Richter ist am
1. August eine größere Sonderausstellung der

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