Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 13. Band.1906
Seite: 572
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-*=4^> NEUE KUNSTLITERATUR <^=^

technischen Gruppen tritt z. B. bei der Behandlung
der Lackarbeiten hervor, andrerseits ist durch solche
Trennung freilich die Klarheit des Ueberblickes der
historischen Entwicklung sehr beeinträchtigt worden.
Es wäre sehr zu wünschen, daß uns Münsterberg im
III. Bande eine knappe Uebersicht der ganzen Kunstgeschichte
Japans gibt, wodurch der Wert seines
schönen Werkes gehoben werden würde.

KarlWoermann,DieitalienischeBildnis-
malerei der Renaissance. (Führer zur Kunst,

4. Heft, M. 1.—.) Eßlingen 1906. Paul Neff Verlag.
Eine Arbeit Karl Woermanns ist immer lesenswert
, denn W. weiß sehr viel und hat sehr viel gesehen
. Was aber doch sonderbar berührt, daß Herrn.
Popp, der Herausgeber dieser >Führer zur Kunst«,
nicht zunächst eine Behandlung des deutschen oder
doch nordischen Porträts angeregt hat. Wäre das
Thema für die nordische Kunst nicht gleich ergebnisreich
gewesen? Dürfte die Führung zu dem gleichen
Gebiete der Kunst in unserem Vaterlande nicht
noch reichere kunsterzieherische Resultate zeitigen?
Daß doch der deutsche Kunstfreund immer wieder
an der heimischen Kunst oder an der zeitgenössischen
vorbeigehen muß! Auch Woermanns Büchlein
hätte im Rahmen dieser deutschen >Führer zur
Kunst« mehr uns geben können, wenn es vielfach
Hinweise auf parallele oder divergente Erscheinungen
in der Porträtmalerei der nordischen Kunst bringen
würde. — Das Bändchen ist reich illustriert und
typographisch recht erfreulich. W. B.

G. H. Marius, die holländische Malerei
im 19. Jahrhundert. Deutsch von H. Koßmann-
Kliver. Mit 138 Abbildungen im Text. Berlin, 1906.

5. Fischer, Verlag. Preis M. 13.—.

Das holländische Originalwerk, das uns durch

vorliegende Uebersetzung geboten wird, soll in der
Heimat der Verfasserin großes Aufsehen erregt
haben. Wenn man auch von dem Thema des
Buches ganz absieht, ist das sehr gut begreiflich.
Die Verfasserin versteht sich vortrefflich auf eine
sichere Führung. Sie schreibt nicht geistreich, sie
hat Klugheit, Witz, gesunde geistige Kräfte. Widerspruch
sammelt sich während der Lektüre freilich
im Leser genug an. Aber, das ist's, was mich freut,
die Verfasserin hat selbst die Widersprüche bedacht,
sie zieht Antworten darauf, die, wenn sie unseren
Widerspruch auch nicht tilgen, ihm doch eine andere
Richtung geben. Uns sind ja viele holländische
Maler des 19. Jahrhunderts recht gut bekannt, bekannter
als manche Deutsche, die's wohl noch mehr
verdient hätten und nun erst ausgegraben werden
müssen. Für ein richtiges deutsches Museum kauft
man nun mal immer viel lieber zwei mittelmäßige
fremde Werke als einen trefflichen deutschen Meister
an. Weshalb ich das hier erwähne? Das berührt
ein spezifisches Kunstleiden des 19. Jahrhunderts,
das die Verfasserin des vorliegenden Buches doch
nicht genug berücksichtigt hat: das Malen als Selbstzweck
und für Ausstellungsräume, die ganz anders
als unsere Wohnräume aussehen. Hier liegt der
Mangel des Buches, das aber trotzdem vorzüglich
zu lesen ist und dessen 138, nur ganzseitige, Bilder
besser sind als was uns hierzulande sonst in Kunstgeschichten
des Auslandes gezeigt wird.

Franz Blei, Felicien Rops. (Die Kunst,
Sammlung illustrierter Monographien,
herausgegeben von Richard Muther, Band 47.) Mit
17 Vollbildern. Verlag von Bard, Marquard & Co,
Berlin. Preis M. 1.50.

Blei sagt recht wenig über Rops. Wer des
Künstlers Werke und Leben noch nicht kennen

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