Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 14. Band.1906
Seite: 41
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-s?*^^ AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1905

15. Jahrhunderts auf Pergament gemalt hat. Bei
so vielseitig schaffendem und — das sei ihm
nur hoch angerechnet — gern Aufträgen folgendem
Künstler, wie Taschner, muß man
über Launen und manche sonderbare Manieren
gelegentlich hinwegsehen. Da er aber doch
hier so mancherlei Gegenstände ausgestellt hat,
darf entschieden, unter Berücksichtigungseiner
sonstigen Werke, insbesondere seiner Märchen-
Illustrationen, gesagt werden, daß er am

hervortritt, möchte ich ihm viel Erfolg wünschen
.

Ein paar höchst wertvolle Tafelaufsätze sind
von Ernst Riegel und Theodor von Gosen
ausgestellt. Streng und bizarr durch Ausgleich
von Schwere und knapper Eleganz prägt sich
uns Riegels Aufsatzein. (Abb.S.38). Noch kostbarer
ist ein Tafelaufsatz von Gosens, und im
Aufbau wenigstens erscheintermirauch künstlerisch
noch kostbarer als der kleinere Riegels.

META HONIGMANN, MÖNCHEN « « KINDERZIMMER AUS NATURFARBIGEM, TEILWEISE BEMALTEM LÄRCHENHOLZ
AUSGEFÜHRT VON DEN „VEREINIGTEN WERKSTÄTTEN FÜR KUNST IM HANDWERK", MÜNCHEN

stärksten begabt zu sein scheint auf dem Gebiete
phantastischen Gestaltens. Sein Schmuckkästchen
, in Eisengold tauchiert, scheint mir
gewiß noch höheren Wert zu besitzen, als
die große Plakette auf Websky.

Auf einem besonderen Gebiete bewegt sich
Eugen Berner. Die Emailmalerei weiß
er ganz vorzüglich dekorativ zu verwerten.
Seine Friese aus Emailplättchen auf Kupfer
werden gewiß manch Zimmer- oder Möbelteil
beleben, und mit seinen Emailplaketten,
in denen er oft herrliche Farbenakkorde
anschlägt und als Satiriker oder Lyriker

Wie unsere Abbildungen deutlich erkennen
lassen, zeichnen sich die Fenstervorsetzer
Karl Ules durch die gute Berechnung der
Bleilinien für die Bildwirkung aus. Die Wahl
von weiß-stämmigen Birken in freier Luft verrät
übrigens auch in den Abbildungen, mit welch
feinen Farbtönen diese ule'schen Glasgemälde
kräftig zu wirken vermögen. (Abb. S. 30).

Der Zahl nach ist in unserer Ausstellungnicht
viel an Stickereien zu sehen. Aber sehr gut ist
fast durchgängig das, was zur Ausstellung zugelassen
wurde. Die gestickten Buchumschläge
und Deckchen Anna Pantolskas dürften sich

Dekorative Kunst. IX r. Oktober 1905

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