Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 14. Band.1906
Seite: 171
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-^4s£> AMERIKANISCHE KERAMIK

VASEN DER AMERICAN TERRA COTTA AND CERAMIC COMPANY, CHICAGO

besorgt, die richtigen Resultate erzielt werden
da sowohl Gas- als Kohlenfeuerung
ihrem Porzellan
nachteilig war. Die Glasur
ist in den neuesten Arbeiten
zumeist halbmatt oder ganzmatt
. Sehr reizvolle Farbeneffekte
werden durch metallische
Zusätze erreicht; eine
eigentliche Bemalung findet
nicht statt, sondern die ineinander
spielenden gedämpften
Farbennuancen werden
durch die Feuerung erzielt,
nachdem diebetreffenden metallischen
Beisätze der Masse
einverleibt wurden. Wohl
aber erzeugt Frau Alsop
Robineau Gefäße, die sie mit
gemeißelten, sich oft an indianische
Motive anlehnenden
Verzierungen versieht.

Als eine bedeutende Errungenschaft
haben wir es
zu begrüßen, daß Louis C.
Tiffany neuerdings auch keramische
Arbeiten anfertigen
läßt und seine originellen
Entwürfeauch auf dieses Feld

erstreckt. Bei der Großartigkeit der Tiffany-
schen Anlagen war es möglich
, die Versuche und Experimente
in so großem Maßstabe
zu betreiben, daß sehr
gediegene Resultate nicht
ausbleiben konnten. Der Körper
der Gefäße ist Porzellan,
während zu den dekorativen
Auflagen auch Tonerde verwandt
wird. Schlanke Formen
, die öfters denen des
Favrile Glass ähneln, werden
bevorzugt. Aber während
jenes nur in den Formen
selbst Pflanzenmotive zeigt,
findet man bei Tiffanys Keramik
pflanzliche erhabene
Dekorationen. Wasserpflanzen
, — besonders die Lotosblume
—, der Mohn, allerlei
Schlinggewächse, dieFuchsia
sind mit Glück verwendet;
weniger vorteilhaft, weil zu
schwer, erscheinen mir die
Getreidemotive. Auch antike
Dekorationen sind hier und
da gewählt, besonders für
runde Gefäße. — Die Farbe

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