Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 14. Band.1906
Seite: 172
(PDF, 133 MB)
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-*=4s£> AMERIKANISCHE KERAMIK <^=^

war ursprünglich fast ausschließlich ein tiefes
Elfenbein, manchmal ins Bräunliche übergehend
. Neuerdings wird auch ins Grüne
hineinschattiert und zwar mit sehr günstigem
Erfolg. Die großen Vasen sind meist ohne
Dekoration in blauen und grünen Nuancen
gehalten, manche mit absichtlich unebener
Oberfläche, wodurch eigentümliche Schatten
und Lichtwirkungen erzielt werden. Die
Farbentöne werden durch chemische Beisätze,
nicht durch eigentliche Bemalung erzeugt.
Vor fünf Jahren haben die TiFFANY-Werke die
keramische Produktion begonnen, aber erst
seit kurzem sind sie damit in die Oeffent-
lichkeit getreten; jetzt bringen sie von Monat
zu Monat neue Erzeugnisse heraus.

Sehr häufig haben Tiffanys bisher ihr

„Favrile-Glass" inVerbindungmit der Grueby-
Keramik zu Lampen verwendet. Vielleicht
werden sie künftig auch dafür eigene Produkte
erzeugen, aber vorderhand liegt gerade
in dieser Kombination GRUEBYScher Keramik
mit TiFFANYschem Glas ein großer Reiz.
Die GRUEBY-Waren werden in Boston angefertigt
und zwar erst seit einigen Jahren.
Ihre Formen zeigen eine ruhige, klassische
Schönheit und harmonische Farben : goldgelb,
Elfenbeinfarbe, altgrün, rötlichgrau, ein helles
Grünblau sind die bevorzugten Tönungen.
Die Vasen sind einfarbig. Es fehlt jede malerische
Dekoration, doch werden dafür in
den Formen mit Vorliebe langstielige Blattmotive
angewendet. Die Textur scheint rauh,
wenn man aber die Gefäße berührt, findet

LOUIS C. TIFFANY, NEW YORK

VASEN MIT PFLANZENMOTIV-DEKOR

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