Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 14. Band.1906
Seite: 491
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DIE DRITTE DEUTSCHE KUNSTGEWERBE-AUSSTELLUNG DRESDEN 1906

von den Heiders einer in Magdeburg, einer in
Elberfeld und einer in Stuttgart, August En-
dell, der freilich nach höchst beachtenswerten
Anläufen fast verstummt ist, in Berlin, Martin
Dülfer in Dresden, Fritz Erler schon auf
dem Wege nach Stuttgart — wer bleibt da
noch übrig? H. E. von Berlepsch, Hermann
Obrist, beide von großen, unvergeßlichen

konnte, hatte die Bewegung auf die Beine
gebracht. Aus ganz Deutschland sammelten
sich dort die Talente: Sachsen, Schlesier,
Hamburger, Westfalen, Berliner begegneten
sich mit den Eingesessenen, die den Druck
der älteren Generation am stärksten fühlten,
in der immer heller dämmernden Erkenntnis
von der Notwendigkeit einer Sezession. Der

RICHARD RI EM ER SCHMID-PASING B. MÜNCHEN OFFIZIERSMESSE AUF S. M. KL. KREUZER

AUSFÜHRUNG: DRESDENER WERKSTÄTTEN FÜR HANDWERKSKUNST, DRESDEN

.DANZIG"

Verdiensten, aber vom Kreise der im vollen
Leben Schaffenden mehr und mehr abgewandt
; Richard Riemerschmid, der fast ausschließlich
mit den Dresdner Werkstätten arbeitet
, und, last not least, Bruno Paul.

Wie es kam, daß München so viele derer,
die der neuen Strömung dort das Bett haben
graben helfen, verlieren mußte, hat auch an
dieser Stelle schon zu mancher bitteren Erwägung
Anlaß gegeben. Mit wenigen Gliedern
läßt sich wohl die Kette der Folgerung
so schließen: Die Reaktion gegen die historische
Stimmungsmacherei, die gerade an der
Isar sich auf eine famose Tradition stützen

Kampf begann, schärfer noch als mancher
geahnt hatte. Aber die Arena erweiterte sich
mehr und mehr. Wenn bald aber der und
jener, von oft glänzenden Rufen nach anderen
Städten gelockt, der wenig dankbaren künstlerischen
Heimat der discrimina rerum den
Rücken kehrte, wer mochte ihm das verargen ?
Die Stadt selbst oder wer sonst dort als Auftraggeber
in Betracht kam, stand und steht
ja noch heute unter dem Banne der Lenbach-
seidl-Gruppe, einer Oligarchie, die im Bunde
mit allen guten Geistern altbayerischer Kultur
dank der ungewöhnlichen Tatkraft und
Leistungsfähigkeit ihrer Führer vom Fürsten

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