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-»-S^> DIE AUSSTELLUNG BAYERISCHER KUNST VON 1800-1850 <^v~
wilhelm v. kaulbach (1804-1874)
Verlag von Piloty & Loehle, München
konig ludwig i
binette mit seinem Werke zu füllen, erscheint
gleich ansprechend im Winter- und Sommerbild
, in italienischer, Flachland- und Gebirgs-
darstellung (s. Abb. S. 53). Die Ausstellung
repräsentiert auch die übrigen bekannteren
Genremaler der Periode hinreichend, wie Th.
Leop. Weller (1802—1880) (s. Abb. S. 49),
Joh. Gkyer (1807—1875), Moritz Müller
(Feuermüller) (1807—1865), Jos. Heinr. Lud.
Marr (1808 — 1871), Fried. W. Schön (1810
bis 1868), Gisb. Flüggen (1811 — 1859), den
humorvollen K. von Enhuber (181 1 - 1867),
Hanno Rhomberg (1820 — 1869) und den lichtfreudigen
W. Lichtenheld (1817- 1891), aber
keinen so erfolgreich wie den Hauptmeister
Karl Spitzweg (1808—1885), dessen vielseitiges
Wesen und sprudelnden Witz die zwei ihm
eingeräumten Kabinette so reizvoll darbieten,
wie es kaum jemals in so umfassender Weise
gelungen ist (s. Abb. gegenüber S. 8 u. S. 40).
Erwähnt sei schließlich noch, daß die
klassische und namentlich die romantische
Strömung eine Fülle von trefflichen Architekturmalern
hervorrief. An der Spitze der
Klassizisten steht Leo v. Klenze (1784— 1864),
an jener der zahlreicheren Romantiker Fried.
Gärtner (1792 - 1847; und namentlich Max
Em. Ainmiller (1807—1870), dessen interessanter
Restaurationsentwurf der Münchener
Frauenkirche doppelt bedeutsam dadurch
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