Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 15. Band.1907
Seite: 433
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VON AUSSTELLUNGEN

UND SAMMLUNGEN

CTUTTGART. Ausstellung französischer Kunst-
^ werke im Museum der bildenden Künste. Als
Wiederholung jener im Jahre 1901 stattgefundenen
Ausstellung hat der Verein zur Förderung der Kunst
unter Mitwirkung des französischen Konsulats auch
in diesem Jahre eine Ausstellung französischer Kunstwerke
veranstaltet. Die Auswahl derselben war dem
Konservator des »Musee National du Luxembourg«,
Herrn Leonce Benedite, übertragen, der denn auch
eine große Anzahl berühmter Namen für diese Ausstellung
aufgeboten hat. Vertreten sind u. a. Ch.
Cottet, L. Simon, C. Duran, Henri-Martin,
Cl. Monet, P. Cezanne, A. Sisley, C. Pissarro,
A. Renoir, J. F. Raffaelli, F. Vuillard u. a. m.
Leider entspricht das Gebotene durchaus nicht diesen
Namen, so daß das boshafte Wort eines unserer
ersten Künstler: er habe es noch nie erlebt, daß
man so viel berühmte Namen brauche, um eine
Ausstellung zusammenzubringen, die — nun, sagen
wir, wirklich nichts „Berühmtes" ist, z. Zt. die Runde
macht in unserer Stadt. So sei unter dem vielen
Menschlichen, Allzumenschlichen, zuerst L. Simons
wuchtig hingeschriebene Aquarellskizze »Jahrmarkt«,
Cl. Monets altes Bild >Blick auf die Gärten der Infantin
« mit seinen tiefen geschmackvollen Tönen, C.
Pissarros zarte stimmungsvolle Schneelandschaft,
sowie das groß und flüssig gemalte Damenbildnis
von Mme Chauchet - Guillere hervorgehoben. Unglaublich
schwach ist Cottet vertreten und desgleichen
Cezanne und Carolus Duran, dagegen hat Ed. Vuillard
in seinem Familienporträt des Malers Vallotton
eine seiner staubigen, trockenen und doch von so
großem malerischem Reiz erfüllten farbigen Improvisationen
auf Pappendeckel gebracht, wobei der
gelbgraue Ton desselben mit großem Geschick als
»Farbe« ausgenützt ist. Die plastische Abteilung
bringt einige hübsche Werke von J. L. Blan-
chot, R. Sudre, A. Charpentier, J. M. Cazin,
Yencesse, indessen diese sowohl, als auch die
kunstgewerbliche Abteilung vermögen das Fragezeichen
, das über dieser Ausstellung schwebt, nicht
zu lösen. h. t.

T_JANNOVER. Die diesjährige 75. Frühjahrs-Aus-
* *■ Stellung des Kunstvereins, die mit etwa 1400
Kunstwerken beschickt war, ist nach fast zehnwöchentlicher
Dauer am 30. April geschlossen worden. Die
Ankäufe, namentlich von privater Seite, hielten sich
gegen den hohen Durchschnitt der letzten Jahre in
mäßigen Grenzen. Für die öffentliche Kunstsammlung
wurden erworben: »Rauhreif« von H. Müller-
Dachau, »Der Witwer« von H. breling-Hannover,
»SchwereSee« von H.v.petersen-München,»Atelierecke
« von Franz sturtzkopf-Weimar, »Die Versuchung
« von O. RAUTH-Hannover, ferner eine Gipsbüste
»Eugen Drippe« von Herm. pagels-Berlin und
»DerPhilosoph« von Rud. MAisoN-München. Wenn
über den Wert einiger dieser Werke die Meinungen
auch sehr geteilt sein mögen, so wird der Ankauf der
von früheren Ausstellungen bekannten farbigen Marmorfigur
des frühverstorbenen Maison mit allgemeiner
Freude begrüßt werden und als eine wirkliche
Bereicherung des hiesigen Kunstmuseums gelten
können.

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