Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 15. Band.1907
Seite: 580
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_15_1907/0670
VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN

DERLEN. Herr Dr. Walther Gensei bittet uns um
Aufnahme der nachstehenden Ausführungen in
Abwehr eines in der Zeitschrift »Kunst und Künstler«
gegen ihn gerichteten Angriffs:

In der Nummer vom 15. April dieser Zeitschrift
habe ich einige sehr scharfe Worte gegen, den jetzt
von gewisser Seite zu einem der Heroen der modernen
Kunst erhobenen, Toulouse-Lautrec ausgesprochen
und dafür manchen warmen Glückwunsch, aber
auch manche Angriffe erhalten. Auch auf diese
war ich gefaßt, nicht aber darauf, daß der gehässigste
von dem Herausgeber von »Kunst und Künstler«
ausgehen würde, von einem Manne, dem ich einen
solchen ihn selbst erniedrigenden Ton nie zugetraut
hätte, und daß ein Blatt wie die »Münchner Neuesten
Nachrichten« einen solchen Schmähartikel gegen
einen früheren Mitarbeiter abdrucken würde.

Nächst Meier-Graefe habe ich meines Wissens
als einer der ersten in Deutschland auf den Künstler
aufmerksam gemacht und bin auch als Beamter
warm für ihn eingetreten. Aber je länger ich mich
mit ihm beschäftigte, desto klarer wurden mir auch
seine Schwächen. Und gerade die Illustrationen
des Heymelschen Artikels, der übrigens erschien,
als der meinige längst gedruckt war, beweisen aufs
deutlichste die Einseitigkeit und den Manierismus
dieses hochbegabten und unglücklichen Mannes, auf
den das Wort »entartet« paßt wie auf keinen Andern.

Daß ich kein »Mucker« bin, weiß jeder, der auch
nur einige meiner Bücher und Aufsätze gelesen hat.
Aber gerade, wenn wir den Kampf mit den Dunkelmännern
erfolgreich führen wollen, müssen wir
energisch allen wirklichen Schmutz ablehnen.

Um jegliches Mißverständnis unmöglich zu
machen, versichere ich noch einmal, was eigentlich
selbstverständlich sein sollte: Daß ich weder Herrn
Heymel noch den Inhabern von Gurlitt zu nahe
treten, sondern nur den Finger auf eine Wunde unserer
Zeit legen wollte, die aus mißverstandener Achtung
vor der Freiheit der Kunst auch das Perverse und
Ekelhafte schützen zu müssen vermeint. Diese Erklärung
glaubte ich den Lesern der »Kunst für
Alle« schuldig zu sein. Daß ich auf die grotesken
Schmähungen des Herrn Scheffler nicht eingehe,
versteht sich von selbst.

"DARIS. Die berühmte Gemäldesammlung Rudolf
*■ Kann ist von den Londoner Kunsthändlern
Duveen Bros, um eine Million Pfund Sterling angekauft
worden; die von deutscher Seite ausgegangenen
Bemühungen, die Sammlung nach Deutschland zu
bekommen, sind also auch in diesem Fall erfolglos
geblieben.

"pERLIN. In der neuen Ausstellung bei Schulte
sind ein paar junge Berliner Landschafter ver-


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