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DIE DRITTE DEUTSCHE KUNSTGEWERBE-AUSSTELLUNG DRESDEN 1906
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DER* HANDWERKER *UND
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holzschnitte « schulerarbeiten aus der handwerker- und kunstgewerbeschule elberfeld
Art „Kunsterziehung", und eine, die das Odium,
das für viele heute diesem Schlagwort anhaftet
, endgültig zu tilgen imstande wäre.
Die Schlußbetrachtung drängt dazu, das
Fazit der Ausstellung nach der Richtung zu
ziehen, daß einer bestimmten Gruppe, oder
gar einem einzelnen Künstler die führende
Rolle zuerkannt, einer technischen Branche
die Ueberlegenheit auf dem Markte der tüchtigen
Moderne beglaubigt wird. Einem solchen
Verfahren, das zu reizvoller Gegenüberstellung
der mancherlei Individualitäten,
zu mancherlei fesselnden Perspektiven auch
willkommenen Anlaß gab, möchten aber gewisse
, man könnte fast sagen politische Schwierigkeiten
eignen, denen gerade an dieser Stelle
auszuweichen leichtverständliche Verhältnisse
gebieten.
Weitfruchtbarer
indes
als eine derartige
kritische
Gene-
ralzensie-
rung wäre
der Nach-
weis,daßauf
allen Gebieten
, lokalen
wie sachlichen
, die
Notwendigkeit
eines
engen Zu-
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sammenarbeitens von geistig und materiell
Schaffenden zur festen Ueberzeugung geworden
ist. Dieser Nachweis kann heute noch
nicht geführt werden. Wir müssen uns darauf
beschränken, den Blick für die eigentümlichen
Zustände in dem Gefüge des
kunstgewerblichen Gesamtorganismus klar zu
erhalten. Und auch da ist die Orientierung
nicht eben einfach. Nicht wenige von den
alten Stützen, auf denen das mächtige Gebäude
des neuen Geschmacks fest zu ruhen
schien, haben sich durch die Ausstellung
so morsch und unsicher gezeigt, daß man
geradezu davor warnen muß, auf sie noch
weiterhin zu bauen. Dafür sind eine Anzahl
kräftige Pfeiler entdeckt worden, die,
wenn auch schlank und zierlos, dennoch
Tragfähig-
fl keit und
Dauer versprechen
.
Der Werkstoff
ist vorhanden
, an
Formen
fehlt es
nicht; wer
Bauherr
sein will,
wird auch
denBaumei-
ster nicht
entbehren.
E. Haenel
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BuchaussbaEEung
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