http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_16_1907/0265
-!f=4sö> HANS SCHMIDKUNZ: DAS KUNSTGEWERBE ALS AUSDRUCK <^^-
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hans poelzig-breslau
entwurfs-skizze für die kirche in maltsch
edelung ihres Stoffes, ebenso wie die Sauf-
gesellschaft des 16. Jahrhunderts, die sich
ihrer Eigenart und eines kunstgewerblichen
Ausdrucks von ihr nicht schämte, nach anständigeren
Verfassungen drängte, bis die
Kristalltechnik des Glases nach dreihundertjähriger
Entwicklung zu den heutigen Formen
der Tischgläser geführt hat. Sie erzählen
nicht mehr von einer Saufgesellschaft oder
wenigstens nicht mehr von einer, die sich so
nennen undausdrückenwill; vielmehr von einer
Gesellschaft, die feine Verkehrsformen besitzt
oder erkünstelt und dafür die gekünstelte
Ueberfeinheit mancher Glasformen von heute
als ihren willkommenen Ausdruck begrüßt. Von
der Breitspurigkeit Biedermeiers zur Schmalspurigkeit
des gegenwärtigen Stengelstiles
führt eine Formenreihe, die den Einfluß
äußerer Mächte zwar erkennen läßt, aber
nicht in stummer Dienstbarkeit abspiegelt.
Und je anspruchsvoller der Stoff einer kunstgewerblichen
Spezies ist, desto mehr sträubt
sich die Form gegen ein bloßes Mitgehen mit
diesen Einflüssen und selbst mit den in den
führenden Kunstarten herrschenden Formen.
Die Materialien der Möbel bieten sich vielleicht
am schmiegsamsten den jeweiligen
Ansprüchen der Zwecke und der Stilprinzipien
dar. Auch dem Elfenbein wird eine
solche historische Elastizität gleich seiner
physischen nachgerühmt. Von den Metallen
und Metallkompositionen scheinen die gewöhnlicheren
ebenfalls eine solche Nachgiebigkeit
zu besitzen. Unter den keramischen
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