Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 18. Band.1908
Seite: 72
(PDF, 145 MB)
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NATURSTUDIE

Noch auf ganz anderen Gebieten hat
Wackerle seine Begabung für kleine Kunst
gezeigt. Im „März" erschien eine Novelle von
H. Hesse mit seinen Illustrationen, Federzeichnungen
, die ebenso wie die Figürchen
von reizendem Humor und einem starken Sinn
für geschlossen dekorative Wirkung und dabei
auch wieder von der Vorliebe des Künstlers
für biedermaierische Empfindung zeugten.
Daß er aber auch sehr wohl fähig ist, sich
ganz einem Natureindruck hinzugeben und
ohne bestimmte stilistische Tendenzen zu
arbeiten, das beweist die Studie aus Ischia,
die wir abbilden, sie zeigt einen ausgesprochenen
Sinn für das spezifisch Italienische
der Landschaft und ein starkes, ursprüngliches
Naturgefühl.

(FARBIGE ZEICHNUNG)

Dieses einfache Gefühl für die natürliche
Lebendigkeit, das wir schon in den Porzellanfiguren
Wackerles fanden, ist das Zeichen
dafür, daß seine Begabung nicht innerhalb
der Grenzen eines gewissen Materials oder
einer gewissen Stilempfindung liegt. Man
wünscht dieser Begabung ganz von selber
größere Aufgaben.

In der für Bronze gedachten Figur eines
Knaben mit dem Krug hat er sich eine größere
Aufgabe gestellt. Es ist noch nicht alles an
der Figur gelöst, auch ist die Sicherheit der
Formen noch nicht die gleiche wie im kleinen
Maßstab, aber dennoch ist die Wirkung des
Ganzen erfreulich, weil eine natürliche Lebendigkeit
durch den Körper geht.

Das gleiche läßt sich über die Terrakotta-

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