Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 18. Band.1908
Seite: 356
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m. benirschke-düsseldorf « blumen halter u. kerzenleuchter « ausführung: a. schmits, düsseldorf

der bisher sicher in der Tradition wurzelte,
sieht ein, daß er des Neuen nicht entraten
kann. An der Hand moderner Aufgaben kriecht
er gewissermaßen herauf aus der Ueberliefe-
rung zu einem neuen Empfinden und zeitgemäßen
Schaffen. Aus beiden Bestrebungen
entstehen jene Mittelwege, auf denen, wenn
nicht alles täuscht, die deutsche Raumkunst
in den nächsten Jahren wandeln wird.

Max Benirschke, ein junger Künstler, der
seit mehreren Jahren erfolgreich als Lehrer
ander Kunstgewerbeschulezu Düsseldorfwirkt,
hat seine Ausbildung bei den Professoren
Roller und Hoffmann in Wien erhalten. Das
bewußte und überlegte Zurückgehen auf erprobte
Grundformen der Tradition, welches

auf dem ganzen Gebiete sich gegenwärtig als
mächtig einsetzende Reaktion gegen den allzu
üppigen Subjektivismus feststellen läßt, tritt
in allen architektonischen wie kunstgewerblichen
Leistungen Benirschkes in einer so
schlichten und gesunden Weise zutage, daß
auch seine neuesten Arbeiten wieder als
brauchbare Werksteine für den großen Neubau
des deutschen Kunstgewerbes gelten können.
Die Frage nach dem Gelingen dieses Neubaues
ist längst als eine soziale Frage erkannt.
Der Einzelne kann nur anbahnen. Die Nation
als solche muß vollenden. Das geht langsam.
Die verführerische Weise des Luxus-Schaffens
für den exklusiven Gebrauch einiger Weniger
führt sicher nicht zu einem wirklich erstre-

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