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Lionardo usw. Es war wohl nicht von hohem
Wert, was die Kinder da zu sehen bekamen,
aber eine Ahnung von dem, was Kunst ist,
dämmerte ihnen doch wohl auf!
Aus dem schönen Kindheitsidyll ging's auf
das Gymnasium zu Strehlen, wohin die Eltern
verzogen waren. Sie wohnten bei einem Zimmermeister
, und auf dessen Holzplätzen tobten
sich die Knaben in ihren Spielen aus. Damals
Uebungen eine gewisse Richtung. Als der
Sohn mit dem Einjährigenzeugnis das Gymnasium
verließ, hatte der Vater nichts dagegen
, daß jener Maler würde. Er ging nach
Breslau zu Albrecht Braeuer, einem bedeutenden
und nach allen Richtungen anregenden
Manne, der zwar nicht durch seine Schöpfungen
einen großen Namen in der Kunstgeschichte
errang, aber seinen Schülern unendlich viel
FRITZ ERLER
BILDNIS SEINES BRUDERS ERICH
versuchte sich Fritz Erler zuerst in der „dekorativen
Kunst" — er bemalte die Helme, Schilde
und Fahnen der jugendlichen Ritter, die dort
ihre Schlachten lieferten und half zum ersten
Male — den „Faust" ausstatten mit Kulissen
und allem Nötigen. Sie spielten aber nach
dem alten Volksbuch und nicht nach Goethes
Dichtung.
Bei gelegentlichen Fahrten nach Breslau
wurde dort das Museum besucht, der junge
Erler sah Böcklin, Feuerbach, Andreas Achenbach
, und hier bekamen seine, während der
Gymnasialzeit ständigbetriebenen malerischen
zu geben wußte. „Man kann sich keinen liebevolleren
und großartigeren Pfleger von jungen
Talenten, an denen er einmal Interesse genommen
, denken, als den alten Braeuer", sagt
Erler von diesem Manne, dem er persönlich
besonders nahe trat — und der im übrigen
das Urbild von Hauptmanns „Michael Kramer"
sein soll. Trotzdem Erler, der nur als Hospitant
, im Aktzeichnen, Schüler an der Anstalt
war, meist autodidaktisch in einem gemieteten
Zimmer weiterarbeitete und sich auch gelegentlich
aus Braeuers Nähe durch Reisen nach
Rügen, Italien usw. entfernte, hatte jener durch
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