Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 28
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0057
LENBACH ALS KOPIST UND KUNSTBERATER DES GRAFEN SCHACK

können. Auf das Konzert von Giorgione freue
ich mich außerordentlich, heute habe ich die
Erlaubnis zum Kopieren in gleicher Größe
bekommen."

Schack hatte gegen die vorgeschlagene Erhöhung
der Bezüge Lenbachs nichts einzuwenden
. Das beweist die folgende Stelle aus
Lenbachs Brief vom 11. Aug. 1865. „Ich
sage Ihnen vorerst meinen herzlichen Dank
für Ihre Großmütigkeit und Güte. Ich nehme
mir fest vor, alle meine Kraft aufzubieten,
um dieses sehr große Vertrauen zu verdienen
und zu erhalten. Die Arbeiten werde ich
in der Reihenfolge machen, wie es in Ihrem
Plane liegt, auch die Kopien genau in der
Größe der Originale, wie bisher. Mit dem
Giorgione fange ich Dienstag an, da bis dahin
der Rubens fertig wird. Dieses Porträt
von Rubens wird in Ihrer Galerie einen ganz
andern Effekt machen, wie das Original in
den Uffizien, welches durch den schlechten
Platz, das schlechte Licht und einige unglückliche
Restaurationsflecke gar nicht so

zur Geltung kommt, wie es die reizende Intention
verdiente. Im Oktober hoffe ich, die
Venus des Tizian herunterzubekommen und
ich freue mich schon jetzt sehr darauf, dieses
Bild nochmal existieren zu machen. —

Keine Arbeit, weder Kopie noch eine eigene
Sache werde ich anfangen und machen, welche
nicht für Ihre Galerie bestimmt ist, was
freilich ganz selbstverständlich ist."

Schack fand sich bald überreich belohnt.
Nach dem großen Murillo kam der Mann
mit der goldenen Kette, der Andrea del Sarto,
der Rubens und der Giorgione. Trotzdem
entschuldigt sich der riesig fleißige Künstler
in dem Brief vom 5. November nicht nur,
daß er schon längst hätte schreiben sollen,
sondern auch, daß seine Arbeiten sich verzögert
hätten. „Ich wurde mit dem Rubens
erst gegen Ende August fertig und beschäftigte
mich von da an mit dem Konzert des Gior-
gone, mit wenig Unterbrechung. Acht Tage
war ich mit Herrn von Liphart in Porto
venere zur Erholung und einige Tage war

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