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-5^sö> DIE BEGRÜNDER DER MODERNEN LANDSCHAFTSMALEREI <ö^~
waren als Vorbilder für die Landschaftsmalerei
die beiden Poussins, Salvator Rosa, Claude
Lorrain und die Niederländer, deren Vorzüge
das Genie Turners in sich vereinigte. Mit
Ausnahme des düsteren, schweigenden Waldes
malte er alles, was er in der landschaftlichen
Natur vorfand. Wenngleich es schwer
fällt, seine Arbeiten in chronologisch fest begrenzte
Perioden einzuteilen, so kann doch
JOHN CONSTABLE
im allgemeinen bis kurz vor seinem letzten
Lebensabschnitt ein stetiger Fortschritt verzeichnet
werden. Von den typischen Werken
des Künstlers aus der Epoche der Tradition,
der Anlehnung, in der er sich der Natur unterwirft
und sie als seine Lehrmeisterin anerkennt
, sind namentlich die folgenden Marinen
zu erwähnen: „Fischerboote in heftigem
Winde", „Calais" und „Der Schiffbruch". Die
Behandlung des Sturm verkündenden Himmels
, der Wolkenbildung, der grauen, heftig
aufgeregten See und der mächtigen, alles verschlingen
wollenden Woge, wie wir sie dann
in Courbets grandioser „Welle" wiedererkennen
, sind bereits Meisterwerke. Zu dieser
Zeit — etwa 1805 — beschäftigt sich Turner
mit Ossian; verschiedene Hochlandsszenen, so
namentlich „Sturm in den Bergen", gehen aus
dieser Schaffenszeit hervor. Das Bild enthält
in düsteren Farben eine großartig gewaltige
Naturschilderung und Darstellung der entfes-
DAS BAUERNHAUS
selten Elemente. In einem gleichnamigen Werk
hat Diaz den Himmel, die Atmosphäre und
Wolkenbildung im Anklang an den englischen
Künstler gemalt.
Ein schönes Bild aus dem Jahre 1807, betitelt
„Sonnenschein bei Nebel" (Abb. S. 44),
erweckt besonders deshalb Interesse, weil es
als erstes den wahrnehmbaren Einfluß Claude
Lorrains zeigt, so vornehmlich in Bezug auf
Lichteffekt und den zentralen Widerschein
der Sonne. Im übrigen kennzeichnen seinen
hier zum Ausdruck gebrachten, gemischten
Die Kunst für Alle XXIV.
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