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AUGUST GAUL
Ausstellung Darmstadt 1908
Mit Genehmigung der Kunsthandlung Paul Cassirer, Berlin
ADLER
FREIE KUNST IN DER HESSISCHEN LANDESAUSSTELLUNG 1908
Von H. Werner
Die rein künstlerische Abteilung der diesjährigen
Landesausstellung in Darmstadt
kann richtig nur unter starker Berücksichtigung
der Absicht des Gesamtunternehmens
verstanden und eingeschätzt werden. Sie bedeutet
nach den erfolgreichen und verdienstlichen
viel kleineren Ausstellungen der Freien
Vereinigung Darmstädter Künstler die erste
wirkliche Zusammenfassung hessischer Kunst
der Gegenwart. Ja man hat, um unbehindert
und frei aus der Fülle des Eingesandten wählen
zu können, den Begriff „hessisch" recht weit
gefaßt und außer den geborenen Hessen innerhalb
und außerhalb der Landesgrenzen auch
alle die Künstler zur Beschickung eingeladen,
die mit Vorliebe hessische Motive in ihrem
Schaffen ausnutzen. So tritt die „Heimatkunst"
in den Landschaften und in der besonders
gut geratenen Gruppe von Bauernbildern aus
Oberhessen und dem angrenzenden Schwalm-
grund stark hervor. Darum wird auch der
in diesem Heft gegebene summarische Bericht
über das Darmstädter Ausstellungswerk
diese in besonderem Sinne „hessischen" Abteilungen
der Besprechung der übrigen, von
mehr allgemeinem Inhalt vorausstellen dürfen.
Also die Kunst der Maler des Odenwaldes,
des Vogelsbergs und der umschließenden Gebiete
. Es ist dabei einer zuerst zu nennen,
der früh vom Schaffen und Leben hat scheiden
müssen und der eine starke Hoffnung war
nicht nur für seine heimischen Freunde, nein
für die ganze junge deutsche Kunst — Heinz
Heim. Ihm ist — gleich Ed. Harburger,
der ein Mainzer Kind gewesen und die Beziehungen
zur alten Heimat auch von München
aus allezeit gepflegt, — eine Gedächtnisausstellung
gerüstet worden. Sie enthält gute
Die Kunst für Alle XXIV. 4. 15. November 1908.
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