Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 85
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FREIE KUNST IN DER HESSISCHEN LANDESAUSSTELLUNG 1908

gleich zu den zahlreichen Gemälden aus dem
Volksleben. Aber dafür erfreuen Ubbelohdes
Arbeiten, zumal das hier gezeigte „Winterbild
" (Abb. S. 93), durch die robuste kühne
Art der Auffassung und der Darbietung, und
ein stilles Gemälde von Hans von Volkmann
erinnert an die Zugehörigkeit auch
dieses Künstlers zum hessischen Lande. Das
ist ja auch eine Absicht der Darmstädter
Ausstellung, einmal in der großen Oeffent-
lichkeit davon zu zeugen, wieviel anerkannte
und führende Künstler der Gegenwart das
kleine Hessen dem ganzen deutschen Volke
und seiner Kunst geschenkt. Mancher klingende
Name wurde schon genannt, aber es begegnen
— zum Teil in geschlossenen kleinen Sonderausstellungen
— außer Bantzer, Bracht,
Küstner, Volkmann, Harburger noch Otto
Heinrich Engel mit einer ganzen Anzahl
seiner schönen Ostfrieslandbilder (Abb. S. 84
u. 103), Karl Raupp mit älteren Chiemseestudien
, Paul Weber
, Schmoll

von Eisenwerth
mitLand-
schaften, Peter
Halm mit einer
großen Folge radierter
Blätter
mannigfaltigster
Art, Ph. Otto
Schäfer mit allerhand
dekora-
tivenEntwürfen.
Leider fehlen
Löfftz, Fritz
Baer, Philipp
Roth, in der

Plastikgruppe
Habich. Aber
Ludwig v. Hofmann
, den die
Freie Vereinigung
in seiner

Heimatstadt
durchgroßeKol-
lektivausstellun-
gen schon zu
Ehren gebracht,
ehe sein Ruhm
auswärts voll erblüht
war, hat
sich an dem
Werk des hessischen
Landes
freudigbeteiligt.
Seine sechs in
Dresden zuerst

heinz heim

gezeigten Temperabilder für einen Musiksaal
sind in einer Halle des Gebäudes für angewandte
Kunst eine Hauptzierde der Ausstellung
. Die rechte Freude und erdenferne
Leichtigkeit seiner Kunst aber lebt in dem
ganz von Licht und strahlender Helligkeit erfüllten
„Nymphenbad". In die Art seines
Schaffens läßt eine Fülle von Studien und
Skizzen schauen, darunter als Zeugnisse neuer
Versuche eine Anzahl von farbigen Entwürfen
zu modernen Bühnendekorationen. Aus der
Schar der in Darmstadt ansässigen Künstlerschaft
treten mit feinen Bildnissen und Blumenstücken
Adolf Beyer (Abb. S. 100) und
Anna Beyer (s. Beilage) hervor. Auch Melchior
Kern, Curt Kempin, H. Zernin, g.
Ganss, C. Geist, Paul meyer-Mainz, E. Sel-
zam, A. Kichler, Leo Kayser, W. und E. Pree-
torius, H. Pfeiffer wären wohl zu nennen,
doch verbietet die Rücksicht auf den dieser
Ueberschau zugewiesenen Raum eine ausführlichere
Besprechung
und eine
Erweiterungdie-
ser nur Einzelnes
herausgreifenden
Aufzählung
.

Die Plastik ist
spärlich und ungleichwertig
vertreten. Freilich
wiegt das
Erscheinen Au-
gustgauls,der
zum erstenmal
als Aussteller in
die hessische
Heimat gekommen
, viel ent-
behrlicheDurch-

schnittsware
auf. In so einfach
monumentaler
Größe sind
Tierkörper wohl
kaum einmal
künstlerisch ge-
faßtundgebildet
worden wie in
seiner „Löwin"
und dem gewaltigen
„Adler"
(Abb.S.81).Und
derselbe Mann
gibtinzierlichen
sonntag im Odenwald Kleinbronzen

Ausstellung Darmstadt 1908 das bewegte Le-

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