Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 103
(PDF, 162 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0142
-sr4^> VERMISCHTES <^tp-

otto heinrich engel

morgens am strande

Ausstellung Darmstadt 1908

lehrten Geh. Hofrat Prof. Dr. W. Ostwald, der auf dem
Gebiete der Maltechnik selbst fördernd tätig ist, im
Vereine mit seiner Tochter Margarete die Mühe der
Bearbeitung übernommen hat. Ostwald ist es auch,
der die Ansicht vertritt, daß jeder Bilderkäufer ein
großes Interesse an der Gewißheit haben müsse, alle
an die Dauerhaftigkeit des Kunstwerkes gerechterweise
zu stellenden Forderungen erfüllt zu wissen.
Und aus diesem Grunde sei es nötig, daß sich der
Künstler mit den physikalischen und chemischen
Grundlagen bei Entstehung und Fertigstellung ihrer
Werke eingehender beschäftige, als es bisher meist
der Fall war. Dieser wichtigen Aufgabe wird das
Church-Ostwaldsche Buch in vollem Umfange gerecht
. Es ist auch gewiß nicht zuviel gesagt, daß
dieses Buch aller bisher erschienenen Werke gleicher
Art weit in den Schatten stellt, sowohl was die Art
der Darstellung als auch den Umfang des Gebotenen
betrifft. Nur der mit den Verhältnissen völlig Vertraute
wird vielleicht finden, daß wir es mit einem
ins Deutsche übersetzten Buch zu tun haben, weil
sich einige spezifisch englischeTechniken darin finden,
z. B. Gambiers Spirit-Fresko, das uns ganz fremd ist.
Dafür sind wieder Ostwalds Zusätze als Bereicherung
anzusehen, die der Originalausgabe fehlen. Jedenfalls
wird jeder Maler, der für die Dauerhaftigkeit
seiner Werke Sorge trägt, in dem neuen Werke eine
Fülle von Belehrung finden, die ihm gewiß nur von
Nutzen sein kann. b.

VERMISCHTES

/^ENF. Die Jury, die zur Begutachtung der Ent-
würfe des Internationalen Reformationsdenkmals
in Genf am 2. Oktober zusammengetreten ist, hat
folgende Preise verteilt: Erster Preis zu 10000 Fr.
an die Architekten Monod, Laverriere, Taillens
und Dubois in Lausanne und Bildhauer Reymond
in Paris; zweiter Preis an Architekt Nenot in Paris
in Verbindung mit den Bildhauern Landowski und
Bouchard in Paris. Von den Trägern des dritten
Preises nennen wir noch den Berliner Bildhauer
Becher.

T EIPZIG. Der neue Brunnen vor dem Rathaus-
*^ kellereingang des neuen Rathauses, ein bedeutendes
Werk des Dresdener Bildhauers Professor
Wrba, ist jetzt fertiggestellt.

1V/IÜNCHEN. Professor Angelo Jank hat nun-
mehr nach zweijähriger Arbeit die drei großen
Gemälde fertiggestellt, die die Stirnwand des Reichstagssaales
schmücken werden. Die Machtstellung des
alten und neuen deutschen Kaisertums darzustellen,
ist die Idee, die den Bildern zugrunde liegt. Das
linke Seitenbild zeigt Karl den Großen, der die hilfeheischenden
Abgesandten des Kalifen empfängt, das
rechte Barbarossa, der die Schlüssel der Stadt Mailand
entgegennimmt. Das in den Maßen hervorragende
Mittelbild dagegen hat eine Szene aus dem neuen

103


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0142