Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 222
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-b"4sg> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^=^

joseph danhauser

ein geständnis

Reliefs. Das reifste Werk hatte Franz Lohr aus
Paris geschickt: eine Frauenbüste, bewundernswert
in der technischen Vollendung
und berückend
im seelischen Ausdruck.
— Unter dengraphischen
Werken fielen besonders
die Radierungen von O.
Feldmann auf und die
Federzeichnungen von
h. Wildermann.

Dr. Fortlage

l/'ÖNIGSBERG i. Pr.
*■In den Salons wechseln
die Ausstellungen
jetzt häufig. Bei Teichert
gab's von diversen guten
Künstlern nicht immer
gute Sachen. Am besten
waren einige flotte Studien
von Max Liebermann
, eine in Farbe und
Belichtung reizvolle» Ver-
kündigung< von Kampf
und eine sehr gut gemalte
>Junge Katze« von Adam.
Von Königsbergern interessierte
L. Dettmann
mit einem Pastell »Juninacht
« : das Dach einer
Fischerhütte zwischen
blühenden Kastanien,
und einem ältern Werk
von 1889, einer liebevoll
gemalten »Pilzsammlerint
, ein Bildchen voll joseph danhauser

liegt
von

Waldpoesie und Märchenstimmung. — Kurze
Zeit zierte eine Kollektion ausgezeichneter französischer
Radierungen die Wände des Saals.
Die Lebendigkeit Raffaellischer Vorstadt-Stras-
senszenen und das eminente Können Louis
Legrands, das sich vor allem in seinen Balletteusen
und mondänen Szenen zeigt, ist verblüffend
. Jetzt hat L. sandrock-Berlin eine
Anzahl seiner gut beobachteten, in der Stimmung
oft vorzüglichen, in der Farbe aber mitunter
etwas schwer und schmutzig wirkenden
Marinen da, der Pointiiiist Erwin Vollmer-
Lübeck ein von Rysselberghe beeinflußtes gutes,
sehr farbiges, sonniges Bildchen: Spielende
Kinder. Seine großen dekorativen Sachen befriedigen
weit weniger, — noch weniger die Studien
unserer jungen, übrigens gar nicht talentlosen
Liselotte Tiefenbach, deren Wollen
vorläufig noch weit größer als ihr Können ist.
— Im Salon Riesemann und Lintaler hatten in
den beiden letzten Monaten fast nur Königsberger
Künstler ausgestellt: O. Beyer, A. Weiss,
M. Neumann, R. Krauskoff, E. Dörstling,
Fritz und Wanda Dägling, M. Seeck u. a.
Das stärkste Talent ist jedenfalls Rudolf Krauskoff
, dessen Landschaften in Farbe, Lichtverteilung
und im Motiv stets wirkungsvoll und bei
derbem Farbauftrag meist flott und sicher gemalt
sind. Neben dem leuchtenden Pastell >Im
Park«, den »Gewitterwolken« über schimmerndem
Wasser und der »Landschaft mit Weiden«
verdient auch sein farbig reizvolles »Stilleben«
besondere Erwähnung. Vielseitig ist Artur Weiß.
Seine charakteristischen Dünenbilder wirken
zwar etwas herb und nüchtern, dafür ist ein
»Damenbildnis« in Rosa trotz mangelhafter Modellierung
recht erfreulich. Auch Dörstling
das Porträt besser als die Landschaft, was man
dem jungen Otto Beyer, der jüngst mit einer

die romanlekture

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