Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 223
(PDF, 162 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0282
-*=4^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^=^~

großen Anzahl kraftmeierischer Studien vielversprechend
auf den Plan trat, nicht sagen kann. Von
F. Dägling sind sehr saubere Aquarelle da, von
seiner Frau Wanda drei kleine, geschmackvolle
Landschaftsstudien. r.

MÜNCHEN. Die Hans von Marpes-Ausstellung
in der Münchener Secession ist am 23. Dezember
eröffnet worden. Sie ermöglicht infolge ihrer außermoralischen
und materiellen Unterstützung würdig
ist, sollen hier mit der kauflustigen Oeffentlichkeit
in Kontakt gebracht werden. Bei dem an sich sicherlich
begrüßenswerten kunsthändlerischen Unternehmen
dürfte nur eines schwer sein: nie unter ein gewisses
Niveau künstlerischen Wertes herunterzugehen
, kein falsches Mitleid überwuchern zu lassen.
Was man augenblicklich an — formatlich meist kleineren
— Gemälden und Studien dort sieht, ist recht

joseph danhauser

die kleinen musikanten

ordentlichen, durch planmäßigstes Vorgehen erreichten
Vollständigkeit ein erschöpfendes Urteil über
den Künstler. Nahe an die 250 Werke aus allen
Phasen von Marees' künstlerischem Schaffen hat
die Secession zusammengebracht und führt sie in
vornehmem Arrangement, sorgsam chronologisch
geordnet, vor. Wir kommen auf die hochbedeutende
Veranstaltung noch eingehend zurück.

A/IÜNCHEN. In einem Atelier an der Schwanthaler-
Straße 55 hat der schwedische Hofkunsthändler
und Konsul Bjerck eine Ausstellung von Gemälden
und Studien etabliert. Der Name >Die Werdenden*
deutet an, um was es sich handelt: Junge Künstler,
die noch keinen Namen besitzen, deren Talent aber der

erfreulich. Besonders die Arbeiten von Anna Bernstein
und eine sehr delikate Landschaft von H. Völkerling
gefielen mir gut. Soll das Unternehmen
aber wirklich praktischen Zwecken dienen, will es
ein wahrhaft fruchtbarer Faktor des Münchner
Kunstlebens werden, so muß es für das Publikum
leichter zugänglich gemacht werden, es muß mehr
den Ausstellungs- oder Kunsthandlungscharakter
annehmen, der bei solchen Atelierveranstaltungen
nie zutage tritt. — Clamor von dem Bussche
veranstaltete in seinem Atelier, Leopoldstraße 25,
eine Ausstellung seiner Arbeiten aus dem letzten
Jahre. Zu den besten Stücken gehören die Landschaften
aus Niederbayern, in denen das Streben
nach Licht und Farbigkeit am meisten und besten

223


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0282