Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 19. Band.1909
Seite: 265
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0326
-S5=4sg> HANS VON MAREES' LERN- UND LEIDENSJAHRE IN ITALIEN <^=^

ENTFÜHRUNG DES GANYMED (1887)

HANS VON MAREES

durch ihre satte Farbe für jene Zeit ungewöhnliche
Landschaft, „Pferdeschwemme" betitelt
, erworben, an ihm weiteres Interesse
gewonnen und ihn mit Lenbach nach Italien
geschickt, da er glaubte, „daß das Copieren
nach alten Meistern zur Ausbildung seines
eigenen vielversprechenden Talentes beitragen
werde". Sein Freund Lenbach sollte ihm dabei
an die Hand gehen. In einem Briefe
vom 21. November 1864 spricht dieser seine
Befriedigung darüber mit den Worten aus:
„Ueber Ihre große Theilnahme, die Sie auch
für Marees haben, bin ich hocherfreut; nun
wollen wir auch wetteifern, für so viel Güte
unsere Dankbarkeit zu beweisen. Marees wird,
nachdem er vorläufig bei mir nach der Natur
arbeitet, die „Galathea" von Rafael copiren.
Es scheint mir die beste Wahl — und da
Marees voll Eifer und sehr talentvoll ist, so
zweifle ich nicht an dem guten Erfolge."
Marees war also Ende 1864 Schüler Len-

bachs. Daß er von Schack den Auftrag übernommen
hatte, über die Tätigkeit seines Lehrers
, sowie der übrigen damals für den Grafen
in Rom tätigen Künstler zu berichten, beweist
folgender Brief aus Rom vom 6. Februar 1865:
Hochgeehrtester Herr Baron!
„Ihr werthes Schreiben vom 22. Januar habe
ich richtig erhalten. Hoffentlich wird nun
auch Lenbachs Brief in München angelangt
sein und wohl Ihre Besorgnisse betreffs der
Thätigkeit Lenbachs beendigt haben. Lenbach
arbeitet nur für Sie, Herr Baron, und mit
dem Fleiß und dem Streben, welche Sie ja
kennen. Er hat 3 eigene Bilder in Arbeit,
von denen eines, ein weibliches Bildniß in
der Weise des Palma, schon weiter vorgeschritten
ist. Nach den Erfahrungen, die
Lenbach beim Copiren so außerordentlicher
Werke gemacht hat, sind auch die Anforderungen
, die er an sich selbst macht, bedeutend
gestiegen und kann er deshalb bei eignen

Die Kunst für Alle XXIV.

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