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HANS VON MAREES'LERN-UND LEIDENSJAHRE IN ITALIEN -C^^
dasjenige, was Sie von mir erhalten werden, sei
es wie es sei, das Beste sein wird, was ich
aus mir habe, sozusagen herauspressen können.
Aber ich bedarf unbedingt noch der Sommermonate
dazu. Auch kann ich nicht sagen, ob ich
wirklich vier Bilder bis dahin vollenden kann.
allmählich trüben. Denn Schack, an reiche
Ergebnisse seines Mäcenatentums durch Ge-
nelli, Feuerbach, Lenbach, Böcklin u. a. gewöhnt
, konnte unmöglich jahrelang Lust behalten
, seine ohnehin bis aufs äußerste durch
seine Künstler in Anspruch genommenen Mit-
Vertrauend, mir wenn auch langsam, doch
schließlich Ihre Zufriedenheit zu erlangen, verbleibe
ich hochachtungsvollst H. v. M.
Wie Marees sich von seinen Freunden zurückzog
, so verstummte er auch Schack gegenüber
die nächsten Jahre vollständig. So mußte
sich sein Verhältnis zu seinem Auftraggeber
tel nutzlos zu schwächen. Zweieinhalb Jahre
wartete er mit Geduld auf das Eintreffen eines
Bildes, das die Fortschritte des so fleißigen
und ernsten Künstlers bekunden sollte, am
8. November 1867 aber verlangte er endlich
zu wissen, wie es mit Marees und seinem
Werke stehe. (Der Schluß folgt)
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