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-^5> DIE FRÜHJAHR-AUSSTELLUNG DER WIENER SECESSION <^=^
sierend zerlegenden Impressionismus („Zwei
Schwestern") festhält, so gibt es auch unter
den Debütanten nur vereinzelte, die sich
in ähnlichen technischen Experimenten gefallen
: Silvia Gräfin Pachta, Artur Segal,
L. A. Lamm. Von den Uebertreibungen hält
sich der Kärntner Sebastian Isepp fern; seine
Winterbilder, auf denen sich die Bäume unter
der Last des Schnees biegen, wirken überzeugend
, selbst wenn er einen den Frühling verkörpernden
blanken Mädchenleib auf das
Schneelager bettet, dem Aurikeln entsprießen.
Dem guten Brauch folgend, haben sich
auch heuer auswärtige Mitglieder der Vereinigung
hier eingestellt, voran solche der
freundnachbarlichen Münchener Secession.
Wir nennen Fritz von Uhde, Rudolf Nissl,
Hans von Hayek und Leo Putz, der
gar mit anderthalb Dutzend Arbeiten vertreten
ist, die alle von seinem unerschöpflichen
Palettengeist Zeugnis ablegen. Karl
Schmoll von Eisenwerth (Stuttgart) läßt
seine dekorativen Erfindungen wie hinter
einem Schleier sehen, um die platt sinnliche
Farbenwirkung zurückzudrängen, ohne ihr
die körperhaften Eigenschaften zu nehmen
(Abb. S. 405).
Obzwar die Werke der Krakauer Maler
nicht in einem Saale beieinander hängen,
fühlt man doch über alle Unterbrechungen
hinweg ihre Zusammengehörigkeit. So mannigfaltig
die Ausdrucksmittel dieser Künstler
sein mögen, gemeinsam ist ihnen die melancholische
Grundstimmung. Vlastimil Hofmann
hat sich dabei die volle Naivität bewahrt
, und sie äußert sich ebenso innig
wie in manchen Kompositionen ungelenk,
z. B. wie in der „Pietä", womit eigentlich
nur die rohe, noch von Schneeflocken bedeckte
Steingruppe gemeint ist, der musizierende
Bauernkinder und offenbar aus demselben
Dorfe stammende Engelchen andächtig
huldigen. Seine polnisch ländliche „Madonna"
(Abb. S. 407) kehrt am reinsten den Zug
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