http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_19_1909/0577
DIE WANDMALEREIEN HUGO VOGELS IM HAMBURGER RATHAUS
gemälde mit harmonischem Wohllaut einordnet
.
Vogel hat in seinen Wandgemälden von
dem alten Akademikerzopf, der in der Monumentalmalerei
bis in unsere Tage hereinreicht,
wieder ein tüchtig Stück zu Falle gebracht.
Ob sein Beispiel die zur Gewinnung der
großen und neuen Raumkunst erforderliche
Weiterentwicklung finden wird, ist abzuwarten.
Mutvolle und vertrauende Auftraggeber, wie
in dem vorliegenden Falle der Hamburger
Senat es gewesen, sind selten, die Macht der
Angewöhnung ist noch immer der stärkste
Gegner alles Neuen auch auf diesem Gebiete.
Nun, vielleicht wird der glückliche Verlauf
des von Hamburg gegebenen Beispiels das
Vertrauen auch anderer Auftraggeber stärken
und sie auch ihrerseits in der Folge bei
MonumentalaufträgendieKünstler jene Bahnen
selbst bestimmen lassen, von denen diese meinen
, daß sie der Sache und ihnen selbst am
förderlichsten sind. H. E. Wallsee
hugo vogel studie
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