Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 121
(PDF, 147 MB)
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-*r4^> DAS NEUE DEUTSCHE BILDERBUCH <^^~

mit dem Zwerge nun wanderte Bond in Band
Verwunden das Bdnschen durch Zauberiand:
Die Farne, lie wiegen ais Palmen Im Winde.
Dort kriecht eine Spinne; -

ein Rielenfier,
Ein Ungetüm dünkt fle dem Bäuschen Ichier.
Wie wunderlich ift es dem Kinde!

AUS „HÄNSCHEN IM BLAU BEER EN WALD". EIN BILDERBUCH VON ELSA BESKOW
(LOEWES VERLAG CARL FERDINAND, STUTTGART)

Caspari) die Bilder schufen. Ein bedeutsamer
Versuch! Die Münchener Graphik kommt
ebenfalls in den „Märchen ohne Worte" zum
Ausdruck, die die „Jugend" herausgab. Es ist
die zweite Sammlung dieser Art. Eine Reihe
schöner Blätter aus der Wochenschrift, die
an sich Märcheninhalt haben. Das Kind soll
dadurch angeregt werden, den Inhalt herauszulesen
und den Gedanken weiterzuspinnen.
Vielleicht gibt der Verlag späterhin doch noch
einen, wenn auch kurzen, Text hinzu, um die
Wirkung der Blätter, deren künstlerischer Gehalt
erzieherisch auf das Sehen des Kindes
einwirken wird, zu erhöhen.

Eine Neuheit stellen die unzerreißbaren,
waschechten Leinenbilderbücher dar, die der
Verlag Hans von Weber (München) herausgibt
. „Liebe alte Reime"; „Babys Lieblinge";
„Das lustige A. B. C.". Sie sind wie japanische
Skizzenbücher geheftet. Caspari und
Maria Schöller-Langer haben die Bilder
geliefert, die mit ihren kräftigen Farben, ihren
kecken Ausschnitten prachtvoll in die derbe
Leinwand einsinken. In Vers und Bild ist
gerade so viel gegeben, daß der kleine Leser
nicht ermüdet wird. Die Farben sind unschädlich
. Diese sehr zu empfehlenden Büchelchen
für die Kleinsten sind den englischen

Rag Books nachgebildet und verdienen weiteste
Verbreitung.

Der VerlagKonrad W. Mecklenburg (Ber-
lin)hat in der von Emil Weber herausgegebenen
Sammlung „NeueKinderlieder", zu derDEHMEL,
Falke, Seidel, Kühl beisteuerten und für die
Franz Hein entsprechende Bilder zeichnete,
das beste Buch seines Verlages aufzuweisen.
Die Auswahl ist gut getroffen, und der Bildschmuck
fügt sich passend ein. Es ist ein
Ganzes geworden, das durch seine leise anklingende
Gefühlsnote dem Geschmack des
Kindes entgegenkommt und somit aus dem
Alten das Gute, Wertvolle zu übernehmen sucht.

Gertrud und Walter Caspari sind auch
die Künstler des Alfred Hahn'schen Verlages
(Leipzig); besonders das „Lustige Kleinkinderbuch
" bringt der Künstlerin derbe,
zuweilen vielleicht schon etwas schablonenhafte
Art, für die die Engländer Vorbild waren
, wirkungsvoll zur Geltung. Mit sicherem
Instinkt vermeidet sie, wie auf ihren Friesen,
das weiße Papier und setzt ihre Figuren auf
grauen Grund, der den auseinandergerissenen
Einzelheiten Einheit gibt. Das ist eine neue
Art, der kleinlichen Illustration aus dem Wege
zu gehen und das Dekorative zu betonen, indem
das Markante herausgeholt, das Neben-

Dekorative Kunst. XII. 3. Dezember 1908.

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