Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 172
(PDF, 147 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_20_1909/0202
^=4^> PORZELLAN-PLASTIK <^=^

LAURITZ JENSEN

LÖWIN

AUSFÜHRUNG: KOL. PORZELLAN-MANUFAKTUR KOPENHAGEN

NEUE PORZELLAN-PLASTIK AUS MEISSEN UND KOPENHAGEN

Auf fast keinem anderen künstlerischen Gebiete
haben die letzten Jahrzehnte in dem
gesamten Erscheinungsbilde der Produktion so
grundlegende Aenderungen der farbigen und
plastischen Ausdrucksmittel hervorgebracht
wie gerade in der Porzellanskulptur. Gleich
im Anfang dieser Reformbewegung kommt das
Bestreben zur Geltung, die Porzellanskulptur
als ein Kunstwerk zu betrachten, dessen
charakteristische Materialeigenschaften dem

K. KHYN • DOGGE « KGL. PORZELLAN- MAN UFAKTUR KOPENHAGEN

die Modelle schaffenden Bildner streng zu beobachtende
Regeln auferlegen. Diese Achtung
vor dem Material und seinen natürlichen
Möglichkeiten ist die erste und hauptsächlichste
Errungenschaft der neuen Porzellanplastik
, als deren klassische Musterschöpferin
die Kopenhagener Königliche Manufaktur anzusehen
ist. Sowohl Kopenhagen wie Meißen
aber standen bis vor kurzem mit ihrer neuen
Porzellanfigurenplastik noch im Stadium der
Versuche und Entwicklung, welches
allerdings schon fast vollendet
künstlerische Resultate lieferte,
aber doch mehr die hochwertigen
Individualitätszüge einzelner, begabter
, wegweisender Keramik-
Künstler, als die typischen Merkmale
einer Produktionsstätte trugen
. Diese typischen Eigenschaften
, um derentwillen die geistig
und technisch selbstständige Betätigung
der künstlerischen Einzelkräfte
durchaus nicht gebrochen
zu werden braucht, die vielmehr
aus einer gegenseitigen Befruchtung
unter gleichen Bedingungen,
mit gleichen Mitteln und nach gleichen
ästhetischen Prinzipien schaffender
Einzelner geboren wird, hat
eine längere Arbeitsepoche der
neuartigen Porzellanskulptur erst

172


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_20_1909/0202