http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_20_1909/0227
-s-4s£> LANDHAUS EPSTEIN IN ZEH LENDORF-WEST <^-*~
ansicht von der seitenstrasze
umgeben, deren alte japanische Lacktüren im
glatten Rahmen als Schiebetüren montiert sind.
Blaugrauer Anstrich, leichtbelebt durch ein
schabloniertes Muster, dunkelbraunes Holzwerk
, hellbraune Vorhänge und Möbelbezüge,
ein paar blaue Kissen, etwas Rot geben dem
Raum die seinem Zweck entsprechende ruhige
Wirkung. Das Damenzimmer nebenan ist fröhlich
hell, Holzwerk und Vorhänge weiß, die
Möbel aus Birke mit blauen Bezügen, licht-
braungestreifter Creton die Wandbespannung;
an der äußeren Schmalwand öffnet sich der
Blick auf das Grün des kleinen Wintergartens.
Das Speisezimmer ist im dunklen amerikanischen
Nußbaum gehalten, von dem sich die
Lacktüren des Büfetts und der Schränke wirkungsvoll
abheben. In der Kaminnische bringt
der eingebaute „Sommertag" Ludwig v. Hoffmanns
eine reizvolle Farbwirkung. Ein weißes,
glattes Gewölbe überspannt den Raum.
In der oberen Etage liegen die Kinderzimmer
— nach Süden orientiert — mit anschließendem
Bad, das Elternschlaf- und Ankleidezimmer
mitSchrankkammern, Bad,W.C.,
Garderobe und an der Hintertreppe, für sich
liegend, ein Fremdenzimmer mit Wohnnische.
All diese Räume haben farbigen Wachsfarbenanstrich
, Linoleumbelag und weiße Decken.
Im Dach liegen neben den Mädchenzimmern
und einem weiteren Fremdenzimmer das geräumige
Atelier mit Dunkelkammer.
Walter Epstein
grundrisz vom obergeschosz
197
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