Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 340
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^=^> KASSELER KUNSTFRÜHLING

AUS EINER ARTHUR VOLKMANN - AUSSTELLUNG IM KUNSTVEREIN ZU KASSEL

zunächst darum, ein Kapital für neuzeitliche
Ausstellungen, Herrichtung der Ausstellungsräume
im heute erforderlichen Sinne und für
größere Ankäufe aufzubringen, das bisher in
nennenswertem Umfang nicht vorhanden war.
Den Bemühungen von Bankier Karl Pfeiffer
ist es gelungen, vorerst für die nächsten fünf
Jahre, die Summe von rund 15 000 M. jährlich
zu Ausstellungszwecken und Ankäufen
in der Weise zu beschaffen, daß die Zeichner
sich verpflichteten, alljährlich für einen bestimmten
Betrag Kunstwerke auf den Ausstellungen
des Vereins zu erstehen und für
den Fall, daß sie die gezeichnete Summe nicht
oder nicht ganz für Ankäufe verwendeten, weil
sie Zusagendes in den Ausstellungen nicht
fanden, von ihr oder dem verbleibenden Rest
einen hohen Prozentsatz zum Besten des
Kunstvereines zu spenden. Da bei der Vielseitigkeit
und Reichhaltigkeit der geplanten
Ausstellungen es ausgeschlossen erscheint,
daß nicht ein jeder der Geldzeichner seinem
Geschmack und seinen Wünschen Entsprechendes
findet, kann man mit dem größten Teil dieser
Summe für Ankäufe wohl sicher rechnen.
Neuzeitliche Ausstellungen haben vornehmlich
drei wichtige Forderungen zu erfüllen,
wollen sie ihre erzieherische Aufgabe vollkommen
lösen. Sie sollen nicht zu umfangreich
sein, dürfen vom Guten nur das Beste
bringen und müssen dies in schöner Form tun.
Mit anderen Worten: sie müssen selbst Kunstwerke
sein und mit dem zur Schau Gestellten
eine künstlerische Einheit bilden. Der Ausstellungsraum
muß daher einen solchen Charakter
in den Farben und in bestimmter Hinsicht
auch in seiner Form haben, daß er für
das meiste in ihm zur Schau Gestellte einen
angemessenen, ruhigen, nicht aufdringlichen
oder gar störenden Hintergrund bildet, von
dem sich die Gegenstände so vorteilhaft als
möglich abheben. Dann muß dafür gesorgt
werden, daß die Räume im Verhältnis zu den
Kunstwerken nicht zu groß, aber auch nicht
zu klein sind, damit keine, durch ungünstige
Vergleichsmaße störende Benachteiligung der
Werke stattfinden kann. Aus diesen Gründen
ist es vorteilhaft, nicht einen großen Saal, sondern
mehrere, verschieden große Räume zur
Verfügung zu haben. Diese Forderungen sind
in den neu hergerichteten Ausstellungsräumen
des Kunstvereins in Kassel erfüllt, soweit es

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