Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 341
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_20_1909/0376
aus einer arthur volkmann - ausstellung im kunstverein zu kassel

bei dem gegebenen Grundraum möglich war.

Die hier beigefügten Abbildungen von einer
Arthur Volkmann-Ausstellung in Kassel
zeigen, wie weit es den die äußere Form und
den Inhalt der Ausstellungen bestimmenden
Künstlern, Hans Meyer-Kassel und Karl Mel-
ville, gelungen ist, die gestaltenden Prinzipien
bei einer neuzeitlichen Ausstellung zur
Geltung zu bringen. Arthur Volkmanns
eigenartige, hoheitsvolle, fast klassische Formensprache
, bei der die große ruhige Linie
und Fläche herrscht und waltet, fordert zu
allergrößter Vorsicht bei Ausstellungen seiner
Werke auf, deren tiefe Wirkung durch störende
Kleinigkeiten so außerordentlich leicht ungünstig
beeinflußt werden kann. Die große, ruhige,
würdevolle Linie seiner plastischen Schöpfungen
verlangt gebieterisch würdevolle Ruhe und
ernstes Schweigen auch in ihrer Umgebung.

Der Arthur Volkmann-Ausstellung ging
eine Schau von Werken der Künstlerinnen-
Vereinigung Hessen-Nassau, eine allgemeine
Ausstellung persönlich geladener Künstler
und die des Hessischen Künstlerbundes vorauf.
Bei den Ausstellungen entscheidet einejury von
sieben Künstlern, von denen drei Mitglieder

der Akademie und vier freie Künstler sind,
lediglich nach rein künstlerischen Gesichtspunkten
. Um diese Jury stets vollzählig erhalten
zu können, sind noch sieben Ersatzmänner
gewählt worden. Eine gewissenhafte
Geschäftsführung, für die man auch in zutreffender
Erwägung ihres organisatorischen
Wertes einige kunstsinnige Kaufleute von Bedeutung
gewonnen hat, tadellose Disziplin
und Arbeitsteilung bei der Ausstellungstechnik,
peinlichste Behandlung der zu Ausstellungen
eingesandten Kunstwerke haben das Zutrauen
der Künstler wieder gestärkt und die Hoffnung
erweckt, daß wir im Laufe der Jahre alle bedeutenderen
Werke neuzeitlicher Könner auf
unseren Ausstellungen, die auch den guten
Erzeugnissen der neuen Gewerbekunst einen
gebührenden Platz einräumen, sehen werden.
Nachdem auch die wirtschaftliche Seite der
Ausstellungen in der genannten Weise erstarkt
ist, kann man mit froher Zuversicht
auch die heute noch zweifelnd fernstehenden
Künstler zu den Ausstellungen im Kunstverein
zu Kassel einladen. Je mehr von ihnen zusagen
werden, desto willkommener sollen sie
uns sein. dr. hermann warlich

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