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MAXIMILIAN DASIO <^-*~
ZEICHNUNG AUS: FALKE „AUS MUCKIMACKS REICH" (VERLAG ALFRED JANSSEN, HAMBURG)
Größe der zu gießenden Medaille. Wir haben
es daher wieder mit wirklichen Original
-Medaillen oder Plaketten zu tun,
nicht mit künstlerischen Reliefs, die auf das
entsprechende Medaillenmaß verkleinert sind.
— Und zwar ist wohl die weitaus größte Zahl
der Originale dieser Plaketten negativ in Gips
geschnitten. Dasio hat jedoch auch manches
andere Modell in Holz (Buchs, Ahorn, Linde),
in Solenhofener Stein und in Stahl geschnitten.
Und das bekräftigt besonders seine Führerschaft
auf diesem Gebiete. Wenn uns Dasios
Schöpfungen auf diesem Gebiete ohne weiteres
an die Meisterwerke des Quattrocento
— an unsere deutschen Meister der Schaumünze
erinnern, so kommt das in erster Linie
von dem wichtigsten Gemeinsamen her: jene
alten hochgeschätzten Werke und diese neuen
sind so tüchtig als Vorbilder, weil sie von
Meistern geschaffen wurden, die gleichzeitig
Handwerker und Künstler waren.
Von hier aus sollte man sich zum Nutzen
der Gegenwart an die wichtigsten Tatsachen
der mehrtausendjährigen Geschichte der Medaille
und Münze erinnern. Nicht der Handwerker
allein — und nicht der Künstler allein
hat hier Bestes zu schaffen vermocht. Wir
kommen jetzt den Meisterschöpfungen der
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